Zukunft ungewiss:

VVN-Denkmal im Dornröschenschlaf

Die Gefahr ist gebannt, aber die Schönheitskur für das Mahnmal in Malchin lässt auf sich warten.

Von der Witterung gezeichnet wartet das VVN-Denkmal auf seine Verschönerung.
Marcel Laggai Von der Witterung gezeichnet wartet das VVN-Denkmal auf seine Verschönerung.

Lange Zeit mussten sich Bürger und Besucher vorsehen, wenn sie das Mahnmal für Verfolgte des Naziregimes (VVN) im Malchiner Stadtpark genauer anschauen wollten. Grund war die verwitterte Feuerschale, die drohte, vom Sockel zu stürzen. Von Moos überwuchert und mit Rissen durchzogen – eine Gefahr für Leib und Leben. Da die Stadt als Eigentümer gilt, ist sie in der Pflicht dieses Risiko zu beseitigen. Aus diesem Grund ließ die gesprungene Schale vom Stadtbauhof entfernen. Eingelagert wartet sie seitdem auf eine Verjüngungskur.

Stadtrat Theodor Feldmann lässt indes verlauten, dass derzeit lediglich eine Sicherung des Objekts vorgesehen sei und es noch keine weiteren Pläne gäbe. Das bestätigt auch der Malchiner Bürgermeister Axel Müller (CDU). „Bis dato laufen zum VVN-Denkmal noch keine Planungen, aber spätestens in zwei bis drei Jahren soll das Mahnmal wieder in voller Pracht erstrahlen“, sagt Müller. Dann werde es sich jedoch um eine Komplettsanierung handeln, die ebenfalls die angrenzende Grünanlage betreffen soll, betont er.

Bevor das Denkmal jedoch in Angriff genommen werden kann, gilt es einen alten Streit aus der Welt zu schaffen, da Heimatverein und Stadt unterschiedliche Pläne verfolgen. Forciert der Malchiner Heimatverein eine Wiederherstellung des ursprünglichen Mahnmals, also eines Heldendenkmals für die 257 gefallenen Malchiner des Ersten Weltkriegs, so plant die Stadt Malchin lediglich eine Sanierung des VVN-Denkmals, zu dem es 1948 umgebaut wurde. Aufgrund des bestehenden Denkmalschutzes könne man es nicht so ohne Weiteres umbenennen, heißt es in den Regularien.

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