Malchiner Brunnen fehlt das Wasser:

Wann sprudelt denn nun endlich die Lebensfreude?

Schöne Bescherung: Kurz vor Weihnachten haben die Stadtvertreter festgelegt, dass der Brunnen der Lebensfreude nun endlich in die Innenstadt zurückkehrt. Doch ganz so einfach ist das dann doch nicht, wie sich jetzt herausstellt.

Seit 13 Jahren warten die Figuren darauf, dass sie aus dem Stadtbauhof herausgeholt werden.
Torsten Bengelsdorf Seit 13 Jahren warten die Figuren darauf, dass sie aus dem Stadtbauhof herausgeholt werden.

Am Ende waren sie alle dafür: Kurz vor dem Jahresende haben Malchins Stadtvertreter den Weg frei gemacht, um den Brunnen der Lebensfreude endlich in die Innenstadt zurück zu holen. Er soll seinen Platz auf der Fläche zwischen Kino und Kirche finden. Der einzige Einwand kam vom CDU-Stadtvertreter Werner Neumann: „Mir fehlen Angaben über die finanziellen Auswirkungen“, meinte er zum Wiederaufstellen der Figurengruppe. Doch Bürgervorsteher Andreas Hammermüller (CDU) wiegelte ab: „Wenn es soweit ist, wird es eine Lösung geben.“

Fast das gesamte Jahr über war in Malchin über den Brunnen diskutiert worden. Im Nordkurier und auf Facebook forderten Hunderte Malchiner, dass die Figurengruppe nach 13 Jahren nun endlich aus dem Lager des Stadtbauhofes herausgeholt wird. Das war sogar einmal eine Auflage der Denkmalbehörde, die dem Abbau vor 13 Jahren nur zugestimmt hatte, wenn für den Brunnen ein neuer Platz gefunden wird.

Doch wann können sich die Malchiner nun wieder an den Wassersprudlern erfreuen? Dahinter steht noch ein großes Fragezeichen. Denn erst muss sich ein Fachmann die Figuren genau anschauen. Einige Lötstellen sind kaputt und müssen repariert werden. Vor allem aber muss auf dem Areal zwischen Kirche und Kino ein Wasseranschluss gelegt werden. Denn in dem Brunnen soll natürlich auch das Wasser wieder fließen. Und hier beginnen jetzt die Probleme: Denn wo auf der freien Fläche noch Wasserleitungen verlaufen, das hat bisher noch niemand geprüft. Bekannt ist nur, dass hier einmal zwei Kaufhallen standen, die ganz gewiss einen Wasseranschluss hatten. Doch wie groß der Aufwand ist, da heran zu kommen, ist noch völlig unklar. Außerdem will die Stadt das Umfeld des Brunnens ansprechend gestalten. Bisher kreuzen sich hier lediglich zwei Wege, in der Mitte steht einsam eine Bank.

So werden sich die Malchiner dann doch noch eine ganze Weile gedulden müssen. Im nächsten Jahr wird der Brunnen wohl noch weiter im Stadtbauhof warten müssen. Doch zumindest für die Reparatur soll dann doch schon einmal Geld in den Haushalt mit eingeplant werden, kündigte Bürgermeister Jörg Lange (FDP) an.

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