Geplante Flüchtlingsunterkunft in Teterow:

Wann wird denn nun an der Nordschule geklotzt?

Halbzeit auf der Baustelle in Teterow, die ab Oktober Flüchtlinge beherbergen soll. Neun Bulgaren arbeiten und kampieren derzeit dort, scheinen aber kaum voranzukommen. Die Baufirma räumt denn auch Anfangsschwierigkeiten ein, will jetzt jedoch zulegen.

Bislang ging es auf der Baustelle Nordschule, von außen betrachtet, eher zögerlich voran. Doch das Bild soll sich in den nächsten Tagen wandeln, versichert der Bauleiter.
Eberhard Rogmann Bislang ging es auf der Baustelle Nordschule, von außen betrachtet, eher zögerlich voran. Doch das Bild soll sich in den nächsten Tagen wandeln, versichert der Bauleiter.

Kopfschüttelnd schaut ein Teterower von seinem Wohnhaus in der Heinrich-Heine-Straße hinüber zur Nordschule. Da war gerade ein Arbeiter aufgetaucht und brachte Bauschutt in einen Großraumcontainer vor der Tür. Dann verschwand er wieder im Inneren. „Wenn die so weitermachen, sind sie Weihnachten noch nicht fertig“, lautet das Urteil des Beobachters. Als Termin für den Umbau der Schule zu einer Unterkunft für Asylbewerber ist allerdings der 1. Oktober gesetzt.

Daran hält Bauleiter Mustafa Doruk auch fest. Rein äußerlich möge der Eindruck entstehen, hier gehe es nicht voran, räumt er ein. „Doch das täuscht. Wir sind jetzt dabei, in den Klassenräumen Trennwände zu errichten. Das geschieht teilweise im Trockenbau, andere Wände müssen aus Gründen des Brandschutzes gemauert werden“, erläutert der Architekt. Schon bald werde sich die Baustelle deutlich beleben. Es muss nämlich noch die gesamte Elektroanlage erneuert werden, ebenso die Heizung. In der kommenden Woche werde sich auch an der ramponierten Fassade des einstigen Schulhauses etwas tun. Hier müssen einige der großen Fenster ausgewechselt werden.

Der Landkreis Rostock hält auch angesichts der stark rückläufigen Flüchtlingszahlen an den Planungen für die Schule Nord Teterow fest. „Das ist mit dem Land abgestimmt und dem Landkreis werden auch weiterhin Flüchtlinge zugewiesen. Im ersten Halbjahr waren es 733“, gibt Kreissprecher Michael Fengler Auskunft. Der Unterbringungsbedarf sei weiterhin gegeben und der Landkreis plane vorsichtig und mit Augenmaß – auch um Sicherheit für den Fall zu haben, dass die Zahl der Flüchtlinge wieder steigt.