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Wer versenkt hier seinen Müll?

Der Wasser- und Bodenverband schlägt Alarm. Soviel Abfall ist in den Wiesen rund um Malchin schon lange nicht mehr verkippt worden. Doch es gibt einen Plan, um die Frevler zu stoppen.

Solche Schilder helfen offenbar nur wenig.
Torsten Begelsdorf Solche Schilder helfen offenbar nur wenig.

Leere Farbeimer, alte Reifen, Sperrmüll und jede Menge Grünschnitt verrotten in den Wassergräben der Zachow-Wiesen. Los geht es schon gleich hinter den Garagen am Kunstrasenplatz. Das meiste liege hier doch schon lange herum und werde immer erst dann sichtbar, wenn die Gräben nicht zugewachsen sind, meint einer der Garagenbesitzer. Wer den Abfall hierher schafft?

So schlimm wie in letzter Zeit sei es noch nie gewesen, meint Anke Tiefmann. Die Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes „Obere Peene“ hat nun eigentlich gar nichts mit Müll zu tun. „Wir sind für die Gewässer-Unterhaltung zuständig und nicht für die Abfallbeseitigung“, so Tiefmann. Doch oft bleibt ihrem Verband gar nichts weiter übrig, als Farbeimer oder gelbe Säcke voller Müll aus den Gräben zu sammeln. Und der Verband muss auch noch die Entsorgung auf der Deponie Rosenow bezahlen.

Mehr Kontrollen

Damit soll nun bald Schluss sein. Der Wasser- und Bodenverband könnte demnächst die Kosten an seine Mitglieder weiterreichen - im Fall der Zachow-Wiesen ist das die Stadt Malchin.

„Unser Bürgeramt wird künftig stärker kontrollieren. Und das nicht nur in den Zachow-Wiesen, sondern auch zum Beispiel am Burgwallweg“, kündigt Bürgermeister Axel Müller (CDU) an. Bisher ist nämlich noch keiner der Müllfrevler erwischt worden.

Alarmiert werden sollen jetzt sogar die Jagdpächter. Allerdings nicht, um die Müll-Touristen mit der Flinte zu vertreiben, sondern um in Abstimmung mit den Landwirten und der Stadt Malchin die Zufahrtswege in die Wiesen zu verschließen.