Bürgermeister-Wahl in Malchin:

Wer wird neuer Chef im Rathaus?

Ein spannendes Jahr hat für die Stadt Malchin begonnen. Nach 21 Jahren bekommt die mecklenburgische Kleinstadt einen neuen Bürgermeister. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zur Malchiner Bürgermeister-Wahl.

Das Malchiner Rathaus bekommt in diesem Jahr einen neuen Chef. Spätestens am Abend des 31. Mai steht fest, wer hier als Bürgermeister einzieht.
Torsten Bengelsdorf Das Malchiner Rathaus bekommt in diesem Jahr einen neuen Chef. Spätestens am Abend des 31. Mai steht fest, wer hier als Bürgermeister einzieht.

Wann endet die Amtszeit des jetzigen Bürgermeisters?

Jörg Lange hat am 31. Oktober 2015 seinen letzten Arbeitstag. Er ist dann genau 21 Jahre im Amt. Der 61-Jährige hatte im September angekündigt, aus persönlichen Gründen nicht noch einmal kandidieren zu wollen.

Welche Voraussetzungen müssen denn Kandidaten mitbringen, die in Malchin Rathaus-Chef werden wollen?

Erstaunlich wenig. In der Ausschreibung der Stelle ist die Rede von einer „Person mit der notwendigen Eignung, Befähigung und Sachkunde, die die Verwaltung als modernes Dienstleistungsunternehmen bürgernah, wirtschaftlich und leistungsorientiert leiten kann“. Was das nun genau heißt, bleibt unklar. Ansonsten muss der künftige Bürgermeister seinen Hauptwohnsitz in Malchin haben oder nehmen. Bewerber müssen zwischen 18 und 60 Jahre alt sein.

Wie viele Kandidaten gibt es?

Bisher drei. Das sind Andreas Hammermüller (CDU), René Malgadey (SPD) und Imre Trebbin, der als Einzelbewerber antritt. Es wird damit gerechnet, dass weitere Bewerber dazu kommen, wenn jetzt zum Jahresbeginn die Stellenausschreibung in mehreren Publikationen erscheint.

Wie lange kann man sich denn noch bewerben?

Kandidaten müssen bis zum 26. Februar, 18 Uhr, ihre Wahlvorschläge bei Gemeindewahlleiter Andreas Vonthien im Malchiner Rathaus eingereicht werden.

Wann steht fest, wer der neue Bürgermeister ist?

Das kann noch dauern. Da bei mehr als zwei Bewerbern immer die Möglichkeit besteht, dass niemand die erforderliche Stimmenmehrheit bekommt, könnte eine Stichwahl nötig werden. Die ist dann aber erst für den 31. Mai vorgesehen, weil dazwischen die Pfingstfeiertage liegen.

Werden die Wahllokale in Malchin tatsächlich erstmals nur noch verkürzt geöffnet sein?

Ja. Zum ersten Mal kann man in den Wahllokalen seine Stimme nur noch zwischen 9 und 17 Uhr abgeben. Das sind zwei Stunden weniger als üblich. Die Stadtvertreter haben diese Regelung – wenn auch nur mit knapper Mehrheit – bestätigt.

Warum gibt es soviel Kritik an diesen verkürzten Wahlzeiten?

Kritiker befürchten, dass die Wahlbeteiligung weiter sinken könnte, wenn die Wahllokale zwei Stunden weniger geöffnet sind. Tatsächlich haben in den Städten Röbel und Ueckermünde, die die neue Regelung bereits im Oktober 2012 ausprobiert hatten, einige Wähler nach 17 Uhr vor verschlossener Tür gestanden. In Boizenburg war im vergangenen Jahr die Wahlbeteiligung deutlich zurückgegangen. Zudem ist umstritten, ob die Wahlhelfer durch die verkürzte Zeit tatsächlich entlastet werden. Sie müssen nämlich bis 18 Uhr noch erfassen, wie viele Wähler nach Schließung der Wahllokale noch ihre Stimme abgeben wollten.