Neue Pläne:

Wird Dargun sein altes Krankenhaus nun endlich los?

Hier sind schon viele Pläne gescheitert. Doch nun gibt es für den ehemaligen Klinik-Komplex ganz neue Aussichten. Eine Frau aus dem Nachbarort Warsow hat ihr Herz für das Areal mitten in der Stadt entdeckt.

Acht Jahre nach der Schließung scheint es nun endlich neue Hoffnung für das Darguner Krankenhaus zu geben.
Gerald Gräfe Acht Jahre nach der Schließung scheint es nun endlich neue Hoffnung für das Darguner Krankenhaus zu geben.

Wenn es um Investoren für das ehemalige Krankenhaus-Grundstück geht, ist die Stadt Dargun äußerst vorsichtig geworden. Zu oft schon wurden die Stadtväter enttäuscht.

Doch diesmal scheint wohl alles anders. Acht Jahre, nachdem das Malchiner Krankenhaus seine Innere Abteilung aus Dargun abzog, hat sich wohl nun endlich jemand gefunden, der mit den ehemaligen Klinik-Gebäuden wirklich etwas anfangen kann. Sabine Gültzow aus dem benachbarten Warsow hat sich den riesigen Komplex angeschaut – ganz allein ging sie vor einigen Monaten durch das ehemalige Krankenhaus und war sofort begeistert. Die Gebäude sind trotz des langen Leerstands noch intakt und zu dem Areal gehört ein riesiger Park, den Sabine Gültzow mit in ihre Pläne einbeziehen möchte.

Ihr Plan: Aus dem alten Krankenhaus soll ein Senioren-Wohnpark werden mit sechs betreuten Wohnungen und 42 Plätzen mit vollstationärer Pflege. Alles Einzelzimmer im ehemaligen Bettenhaus. „Wir haben eine Marktanalyse gemacht und haben errechnet, dass in Dargun und Umgebung genau 45 solcher Plätze fehlen. Wir wollen aber natürlich nicht nur Darguner ansprechen“, erklärt die 49-Jährige.

Dass das ganze Vorhaben auch finanzierbar ist, das zeigen die Kostenvoranschläge der Handwerker, die sich den Gebäudekomplex bereits angeschaut haben. Auch eine Bank habe sie auf ihrer Seite, berichtet Sabine Gültzow, die zusammen mit ihrem Mann in Warsow einen Reiterhof betreibt und seit über 20 Jahren Vorsitzende des Reitvereins in dem Dorf ist. Einen Vorvertrag über den Kauf des etwa 10 000 Quadratmeter großen Grundstückes habe sie mit der Stadt bereits abgeschlossen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Bauarbeiten beginnen, stellt sich Frau Gültzow vor: „Im Bettenhaus regnet es rein, da müssen wir noch vor dem Winter etwas machen.“