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Wo ist der bunte Fantasie-Fisch hin?

Es war als Auszeichnung gedacht, aber nun ist das Flossentier weg. Eines steht aber fest: Es ist nicht weggeschwommen.

Die Möwen konnten ganz gut mit dem bunten Exoten. Jetzt ist er weg.
Privat Die Möwen konnten ganz gut mit dem bunten Exoten. Jetzt ist er weg.

Dieser Fisch hat richtig Wellen geschlagen: Als er im Sommer vor zwei Jahren das erste Mal an der Sommersdorfer Mole auftauchte, tobten am anderen Ufer in Neukalen die Stadtvertreter. So einen bunten Fisch hätten sie nämlich auch gern gehabt für ihren Hafen. Und natürlich auch viel eher verdient als die Sommersdorfer, die ja nicht einmal einen richtigen Hafen haben. Echt ist der Fisch mit einer langen Schwanzflosse und einer Art Schnabel allerdings nicht.

Die Fantasie-Gestalt stammt von der Schorrentiner Künstlerin Friederike Antony und sollte eine Auszeichnung für besondere Orte am Kummerower See sein. Sommersdorf ist für Antony ein solcher Ort. Hier herrsche richtige See-Stimmung. Und der Betreiber von Surf-Schule und Kanu-Verleih kümmere sich immerhin um den ganzen See, meinte die Künstlerin vor zwei Jahren.

Über Winter hat sie ihren Fantasie-Fisch immer ins Trockene geholt. Wer weiß, ob er bei Eis und Schnee „überlebt“ hätte. Nun ist der Fisch verschwunden. Spurlos. „Wir haben den Schilfgürtel abgepaddelt, doch nichts gefunden“, sagt Friederike Antony.

Der Zeitpunkt des Verschwindens lässt sich ungefähr eingrenzen: Ein Angler hatte den Fisch vor zwei Wochen das letzte Mal gesehen. Wer kann zweckdienliche Hinweise zum Verbleib des künstlichen Flossentieres geben? Bitte melden: bei Friederike Antony in Schorrentin!