Weiterer Discounter droht mit Schließung:

Wo sollen die Malchiner künftig noch einkaufen?

Bei den Discountern in der Stadt hat das große Rechnen begonnen. Ob zum Jahresende noch alle da sind, ist äußerst fraglich. Im Rathaus sieht man die Entwicklung gelassen.

Aldi gefällt der Standort in der Malchiner Lindenstraße nicht mehr. Auch für Penny läuft der Mietvertrag am bisherigen Standort zum Jahresende aus.
Torsten Bengelsdorf Aldi gefällt der Standort in der Malchiner Lindenstraße nicht mehr. Auch für Penny läuft der Mietvertrag am bisherigen Standort zum Jahresende aus.

Die Vielfalt bei den Super-Märkten wird vielleicht schon bald nicht mehr ganz so groß sein wie es manch Malchiner gewohnt ist. Einige Discounter sind offenbar mit ihrem Standort äußerst unzufrieden. So will etwa Aldi aus der Lindenstraße weg. Die Suche nach einem neuen Platz war offenbar wenig erfolgreich. "Wir haben da nichts gefunden", sagt Bürgermeister Jörg Lange (parteilos), der noch Anfang des Jahres versprochen hatte, dem Unternehmen zu helfen. Nun sieht er die Lage so: "Ich gehe davon aus, dass Aldi weggeht." Schon Ende des vergangenen Jahres hatte der Liegenschaftsbeauftragte des Unternehmens bei einem Gespräch im Rathaus deutlich gemacht, dass Aldi das Stadtgebiet von Malchin verlassen werde, wenn man keinen Ersatz finden sollte. Der Discounter hat klare Vorstellungen: möglichst an der Bundesstraße und möglichst in der Nähe des Stadtzentrums. Doch genau da hat Malchin im Moment offenbar nicht viel zu bieten.

Nun meldet sich auch schon der nächste Supermarkt. Der Mietvertrag von Penny in der Stavenhagener Straße laufe zum Jahresende aus, erklärt der Bürgermeister. Penny würde gern den alten Sky-Standort in der Rudolf-Fritz-Straße haben. "Wir sind mit Penny im Gespräch. Aber wir haben da nicht mehr so viel Spielraum", meint Jörg Lange. Den Billiganbietern macht offenbar zu schaffen, dass Malchin in den vergangenen Jahren immer mehr Einwohner verloren hat.

Eines ist für Malchins Stadtväter allerdings tabu: Das Nordquartier in der Innenstadt, mit dem offenbar einige Discounter liebäugeln, soll kein Supermarkt-Platz werden. "Ich finde ohnehin, dass wir ausreichend versorgt sind", so der Bürgermeister. "Wir müssen nicht mehr alle Lebensmittelmärkte haben, die sich hier in den 90er Jahren ansiedelten. Wir werden trotzdem satt." Bereits Ende 2013 hatte Sky seine Türen in Malchin geschlossen. Hauptgrund war hier allerdings die marode Kaufhalle aus DDR-Zeiten am Zachow, die inzwischen abgerissen wurde. Am Aldi-Standort in der Lindenstraße beobachtet derweil Rewe die Entwicklung ganz genau. Das Unternehmen würde sich hier nämlich gern vergrößern.

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