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Wogema entschärft Abriss-Schock für Mieter

Die Nachricht vom geplanten Abriss ihres Blocks hatte einige Mieter in Malchin aus allen Wolken fallen lassen. Jetzt bietet die Wohnungsgesellschaft  ihnen mindestens gleichwertigen Wohnraum an. Und nicht nur das.

Die Platte hat ausgedient. Nach 37 Jahren soll dieser Wohnblock in der Malchiner Heinrich-Heine-Straße in diesem Jahr verschwinden.
Torsten Bengelsdorf Die Platte hat ausgedient. Nach 37 Jahren soll dieser Wohnblock in der Malchiner Heinrich-Heine-Straße in diesem Jahr verschwinden.

Wenn das kein Angebot ist: Die Wohnungsgesellschaft Malchin übernimmt für die Mieter des abrissreifen Blocks in der Heinrich-Heine-Straße 40 bis 42 die Umzugskosten. Außerdem verspricht die Wogema mindestens gleichwertige, in der Regel sogar wesentlich bessere Wohnungen. Das ist das Ergebnis einer Mieterversammlung, zu der die Wogema die Bewohner des Blocks eingeladen hatte. „Wir sind mit einer sehr guten Lösung auseinander gegangen“, sagt Norbert Dombert, einer der betroffenen Mieter. Er habe den Wunsch geäußert, mit seiner Frau eine neue Wohnung ganz in der Nähe zu bekommen und das möglichst in der ersten Etage, da ihm mit seinen 90 Jahren das Treppensteigen schon ziemlich schwer falle.

„Die Mieter haben wohl schnell verstanden, dass hier wirtschaftliche Zwänge aus der demografischen Entwicklung in Malchin die entscheidende Rolle spielen“, fasste Wogema-Geschäftsführer Günter Busse das Treffen zusammen. Die Mieter würden inzwischen auch den Zeitplan des Abrisses akzeptieren. Schon im November soll der Block verschwunden sein. „Wir haben in den 40 Minuten des Gesprächs Einigung darüber erzielt, mit allen Mietern in persönlichen Gesprächen die Wohnung anzubieten, welche sie benötigen und auch bezahlen können“, so Busse. Man wolle die Angelegenheit jetzt ruhig und in fairer Partnerschaft lösen. Die Mieter hätten jetzt Gewissheit, was mit ihrem Wohnblock passieren soll. In dem Abrissblock stehen bereits 15 der 30 Wohnungen leer.

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