Umweltverschmutzung:

Woher kommt das Öl auf der Ostpeene?

Auch am Dienstag lief der schmierige Film zunächst weiter ungehindert in den Fluss. Die Polizei hat zumindest einen Wassergraben entdeckt, durch den das Öl fließt. Doch bis die Quelle der Verschmutzung gefunden wird, könnte es noch einige Zeit dauern.

Eine Ölsperre mit einem tiefer liegenden Schwimmkörper soll den Schmierfilm an diesem Zufluss zur Ostpeene stoppen.
Torsten Bengelsdorf Eine Ölsperre mit einem tiefer liegenden Schwimmkörper soll den Schmierfilm an diesem Zufluss zur Ostpeene stoppen.

Die Polizei musste am Dienstagfrüh nicht lange suchen. Irgendwo hinter der Brücke an der Peenestraße sollte die Stelle sein, an der das Öl in die Ostpeene gelangt. Und tatsächlich. In Höhe des Parks mit den Bäumen des Jahres am Kreiskulturhaus mündet ein Wassergraben in den Fluss. Und genau hier setzt der glitzernde Film auf der Wasseroberfläche ein. Die Wasserschutzpolizei verständigte nach dieser Entdeckung das Kreis-Umweltamt.

Doch viel konnten die Mitarbeiter der Behörde am Dienstag auch nicht ausrichten. Den Wassergraben zurückzuverfolgen, stellte sich nämlich als ziemlich kompliziert heraus, da ein Großteil unterirdisch verläuft. Hier das Öl-Leck genau zu erkunden, scheint fast schon unmöglich. „Wir haben die Quelle noch nicht gefunden. Es handelt sich hier auch um ein ziemlich großes Gebiet“, teilte am Nachmittag Kreissprecherin Haidrun Pergande mit.

Schaden noch nicht absehbar

Was den Behörden Sorgen bereitet: Das Öl fließt immer weiter. Es sieht also nicht danach aus, dass hier nur mal ein kleiner Behälter undicht ist oder jemand vielleicht einen Kanister entsorgt hat.

Die Verschmutzung auf der Ostpeene hatte am Montagnachmittag ein Malchiner bemerkt und die Polizei verständigt. Die Malchiner Feuerwehr legte daraufhin mehrere Ölsperren aus. Der Ölfilm hatte sich aber bereits bis zur Brücke an der Stadtmühle ausgebreitet. Auch das Eis auf der Ostpeene und auf dem Teich im Stadtpark konnte das Öl nicht aufhalten. Wie groß die Umweltverschmutzung tatsächlich ist, lässt sich noch gar nicht genau abschätzen.

Ist Regenwasser schuld?

Obwohl die Polizei den mit Öl verschmutzten Graben bereits am Morgen entdeckt hatte, wurde die Feuerwehr erst am Nachmittag zu der Stelle beordert, um hier eine Sperre mit einem tiefer liegenden Schwimmkörper ins Wasser zu bringen. Die sei wirksamer als die Ölbarrieren, die am Montagabend im Stadtpark verlegt worden waren, erläuterte Wehrführer René Giese. Das Umweltamt will heute seine Ermittlungen fortsetzen.

Einen Zusammenhang gibt es möglicherweise mit dem Regenwasser, das das Öl aus einer Rohrleitung gespült haben könnte. Wie dann das Leck und der Verursacher gefunden werden können, das war am Dienstag aber noch die große Frage.

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