Großeinsatz der Feuerwehr:

Wohnhausbrand: 32 Eingeschlossene aus Brandfalle gerettet

Feuer bricht im Keller eines Wohnblocks in Teterow kurz nach Mitternacht aus. Mit Unterstützung aus Nachbarstädten leitet die Feuerwehr eine Rettungsaktion der in Haus Eingeschlossenen ein.

Auf der Straßenseite werden die im Brandhaus Eingeschlossenen durch die Fenster evakuiert.
Eberhard Rogmann Auf der Straßenseite werden die im Brandhaus Eingeschlossenen durch die Fenster evakuiert.

Das neue Jahr hat Viktor Sonnengrün traditionsgemäß in der Großfamilie bei den Schwiegereltern begrüßt. Gerade wollen sich die Großeltern nach der Feier zurückziehen – es ist fast halb zwei –, das hallt ein Alarmruf durch das Treppenhaus in der Heinrich-Heine-Straße 15: „Feuer!“ Über die Treppen gibt es kein Entrinnen. Beißender Qualm steigt von unten auf. Da ist kein Durchkommen. Die Familie rettet sich auf den Balkon. Auch auf den benachbarten Balkonen stehen aufgeschreckte Menschen. Bange wartend auf Rettung.Um 1.25 Uhr geht in der Rettungsleitstelle der Notruf ein: Kellerbrand in der Heinestraße 16. Wenige Minuten später ist die Feuerwehr vor Ort. Die Drehleiter wird in Stellung gebracht, um die Eingeschlossenen zu befreien. Unter den Ersten, die aus der Höhe auf sicheren Boden geholt werden, ist eine junge Mutter mit ihrem erst drei Wochen alten Baby. Zur Unterstützung sind die Kameraden aus Malchin angerückt. Sie beziehen auf der Straßenseite Stellung. Hier ist die Evakuierung schwieriger als auf der Hofseite, denn es gibt keine Balkons. Die Leute müssen in luftiger Höhe durch die Fenster in den Korb klettern. Währenddessen versuchen Löschtrupps, das Feuer im Keller zu bekämpfen. Das erweist sich als problematisch. Man kann nur unter Atemschutz ins Haus, doch ist es die enorme Hitze, die ein Vordringen zum Brandherd unmöglich macht.Durchs Fenster schießen die Kameraden Löschschaum in das Flammenmeer. Dennoch dauert es Stunden, bis Wehrführer Eckhard Kutnick den Einsatz für beendet erklären kann. Zuvor waren Kameraden noch auf Kontrollgang durch alle Wohnungen. Ziemlich zuletzt wird ein altes Ehepaar aus dem Haus geholt. Insgesamt werden 32 Eingeschlossene gerettet, sieben Personen werden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung im örtlichen DRK-Krankenhaus aufgenommen, meldet das Polizeirevier. Die Hausaufgänge 15 und 16 bleiben gesperrt. Die Bewohner haben bei Verwandten, Bekannten oder in Hotels Unterkunft gefunden. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

 

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