Rücktritt mit Folgen für Ivenack:

Zeichen stehen auf Nachwahl

Nach den Rücktritten von fünf Ivenacker Gemeindevertretern müssen die Bürger des Ortes wohl schon wieder an die Wahlurne. Denn auch die meisten Nachrücker winken ab.

Das Thema Windkraft hat auch in der Gemeindevertretung von Ivenack für Unruhe gesorgt.
Eckhard Kruse Das Thema Windkraft hat auch in der Gemeindevertretung von Ivenack für Unruhe gesorgt.

Was einige im Dorf schon länger gemunkelt haben, wird nun langsam zur Gewissheit. In Ivenack müssen vier Gemeindevertreter nachgewählt werden. Denn sonst ist das Gremium auf Dauer nicht mehr arbeitsfähig. „So ist es im Landes- und Kommunalwahlgesetz festgelegt“, erklärt Joachim Demske, Hauptamts- und Wahlleiter im Amt Stavenhagen. Eine komplette Neuwahl werde es nach dem Gesetz nicht geben. Lediglich die offenen Plätze werden neu besetzt. Die Wahl wird laut Demske voraussichtlich im Mai kommenden Jahres durchgeführt. Ein genauer Termin werde noch bekannt gegeben.

Die Ursache für die Nachwahl hatten fünf Gemeindevertreter gelegt, die in den vergangenen Wochen von ihren Mandaten zurückgetreten waren. Sie fühlten sich entweder von anderen Abgeordneten persönlich angegriffen, als Windkraftbefürworter von Mitgliedern der Bürgerinitiative unter Druck gesetzt oder sie konnten nicht mehr ertragen, dass sich alles in der Gemeinde nur noch um den geplanten Windpark zwischen Zolkendorf, Grischow und Weitendorf dreht.

Mit dem Rücktritt gibt es aber nur noch drei Gemeindevertreter. Das ist zu wenig, erläutert Joachim Demske. Es gebe zwar vier Nachrücker der Wählergemeinschaft, doch von denen wolle nur eine ihr Mandat überhaupt annehmen. Auch dann wären es noch zu wenige Abgeordnete. Denn zwei weitere lehnten bereits schriftlich ab, einer vorerst nur mündlich. Sagt der auch schriftlich ab, ist es sicher: Die Nachwahl kommt.

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