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Zeuge will Vorfall beobachtet haben

Warum musste ein Schäferhund auf der Dorfstraße von Scharpzow sterben? Die Polizei kann sich möglicherweise auf einen Zeugen stützen.

Der Zwinger steht offen – so, als ob Schäferhund Sid immer noch zurückerwartet wird.
Torsten Bengelsdorf Der Zwinger steht offen – so, als ob Schäferhund Sid immer noch zurückerwartet wird.

Im Fall des getöteten Schäferhundes auf der Dorfstraße von Scharpzow gibt es jetzt offenbar einen Zeugen, der den Vorfall am vergangenen Wochenende beobachtet haben will. Noch sind die genauen Umstände unklar, warum ein Jäger auf den Hund eingestochen hat.

Der Mann hatte gegenüber dem Nordkurier berichtet, dass der Hund ihn angegangen hätte und er dann keine andere Möglichkeit gesehen habe, als sich mit dem Messer zur Wehr zu setzen. Das Tier soll dabei schwerste Verletzungen davongetragen haben und in kurzer Zeit an einem Lungenkollaps erstickt sein, berichteten Angehörige der 71-jährigen Besitzerin. Ein Tierarzt habe die Verletzungen dokumentiert.

Die Polizei hofft nun, durch Zeugenaussagen herauszubekommen, was wirklich passiert ist. Dabei gehe es vor allem um das Motiv, warum der Jäger zugestochen hat. Sollte er den Hund ohne „vernünftigen Grund“ getötet haben, wäre dies ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, was immerhin mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden könne. Allerdings stehen die Ermittlungen noch ganz am Anfang.