Mysteriöser weißer Opel oft abends unterwegs :

Zivilstreife schreckt Gnoiener auf

Die Polizei hat sich in Gnoien in den letzten Monaten rar gemacht. Da muss umso mehr auffallen, wenn ein Streifenwagen tagaus, tagein hier auf den Straßen rollt. Auch wenn er auf den ersten Blick als solcher nicht zu erkennen ist.

Was hat es mit dem geheimnisvollen weißen Opel auf sich, der Abend für Abend durch Gnoien fuhr? Die Polizei klärte jetzt darüber auf.
Marcus Beck Fotolia Was hat es mit dem geheimnisvollen weißen Opel auf sich, der Abend für Abend durch Gnoien fuhr? Die Polizei klärte jetzt darüber auf.

Ein weißer Opel gibt den Warbelstädtern Rätsel auf. Seit Tagen ist er in der Stadt unterwegs. Meist wird er in in der Dunkelheit gesichtet. Die Einwohnern kamen schnell dahinter, wer in dem Auto saß - eine Zivilstreife der Polizei. Daraus machten die Beamten kein Geheimnis, denn so manchen Verstoß ahndeten sie an Ort und Stelle. Sei es, dass ein Kraftfahrer den Gurt nicht angelegt hatte oder noch schnell die Baustellenampel hinter sich ließ, obwohl diese schon Rot zeigte. Was die Gnoiener beunruhigte, war die Beharrlichkeit, mit welcher die Streife sich im Ort zeigte.

Sollten hier wieder Rechtsextremisten ihr Unwesen treiben und die Polizei veranlassen, stärkere Präsenz zu zeigen?, fragte der Stadtvertreter Lars Schwarz am Montagabend in der Ratssitzung.

Das konnte Bürgermeister Hans-Georg Schörner (SPD) verneinen. Er hatte zuvor im Revier Teterow nachgefragt. Die Antwort wurde allgemein mit Erleichterung quittiert, zog aber weitere Fragen nach sich. So wurde beanstandet, dass die Streife es offenbar vorrangig auf Pkw-Fahrer abgesehen habe.

Axel Peter merkte an, dass er sich gewünscht hätte, die Beamten würden stärker den Strom von Lkw ins Visier nehmen, die statt die A 20 zu benutzen sich über die innerstädtischen Baustellen quälen.

Das aber war definitiv nicht ihr Auftrag, ist von Manuela Kunze aus der Pressestelle des Polizeipräsidiums Rostock zu erfahren. Die den Gnoienern aufgefallene Streife ordne sich in eine länderübergreifende Verkehrskontrolle mit dem Schwerpunkt Alkohol, Drogen, Medikamente ein. Diese fand vom 9. bis 15. Dezember im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock statt. „Dabei waren insgesamt 544 Beamte an 470 Kontrollstellen im Einsatz. Sie kontrollierten 3259 Fahrzeugführer, wobei 1074 von ihnen einem Atemalkoholtest unterzogen wurden und bei 155 Kraftfahrern ein Drogenvortest zur Anwendung kam“, informiert die Pressesprecherin.

Im Ergebnis gab es 41 Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Alkohol- beziehungsweise Drogendelikten.

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