Einsatz gegen Schwarzarbeit:

Zoll durchkämmt Großbaustelle genau

Die Beamten kontrollierten die Bauarbeiter, die zurzeit an der Schule Nord in Teterow werkeln. Die Auswertung dauert noch an.

Zoll und Polizei hatten die ehemalige Schule Nord im Visier.
Privat Zoll und Polizei hatten die ehemalige Schule Nord im Visier.

Mitarbeiter des Hauptzollamts Stralsund sind am Dienstag in Teterow angerückt. Mindestens drei Fahrzeuge des Zolls und zwei Polizei-Wagen stoppten an der Baustelle der ehemaligen Schule Nord. Das Gebäude wird derzeit zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Mehrere Bauarbeiter aus Osteuropa sollen auf der Baustelle beschäftigt sein. Das war auch der Grund für die Zoll-Überprüfung, teilte Matthias Klotsch, Sprecher des Hauptzollamts in Stralsund mit. Insgesamt 12 Zollbeamte kontrollierten die Bauarbeiter auf mögliche Vergehen gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz. Die Beamten wurden dabei durch acht Polizisten unterstützt. Sie sicherten den Einsatz ab und halfen bei der Feststellung der Identitäten.

Einen konkreten Verdacht hatte der Zoll offenbar nicht. Doch auf der Baustelle seien im Vorfeld Staatsbürger unterschiedlicher Nationalitäten beobachtet worden, die hier arbeiteten. „Es bestand somit unter anderem der Verdacht, dass hier Scheinselbstständigkeit vorliegen könnte“, informierte Klotsch. Bei der Maßnahme wurden insgesamt 37 Personen unterschiedlicher Nationalitäten befragt. Die Auswertung der Prüfung dauert an.

Für Esat Turan, Geschäftsführer des Offizin Teterow GmbH, der die Schule gehört, war der Zollbesuch eine Routine-Angelegenheit. Nur zwei Arbeiter hätten ihre Ausweise nicht dabei gehabt. Die seien aber heute nachgeliefert worden.