Alle raus zum Herbstputz!:

Zu viel Müll, Hundekot und Unkraut

Teterower ärgern sich. Über Teterower. Denn wie es an manchen Ecken in der Stadt aussieht, das dürfte hausgemacht sein. Das wollen einige nicht länger hinnehmen.

Das Unkraut gedeiht, die Teterower schütteln den Kopf - und blasen zur Gegenoffensive.
Simone Pagenkopf Das Unkraut gedeiht, die Teterower schütteln den Kopf - und blasen zur Gegenoffensive.

Petra Lühmann ärgert sich mächtig. „Das ist für mich der dreckigste Parkplatz der Stadt. Das Unkraut steht schon kniehoch. Es ist schlimm, dass es hier so aussieht. Noch dazu, wo hier viele Leute vorbeikommen, gerade wenn wir Veranstaltungen auf dem Schulkamp haben.“ Gemeint ist der Parkplatz Am Wall. Zugegeben, es sei nicht leicht, dort ranzukommen, weil er auch gut genutzt wird. „Aber warum kann man nicht mal ein Schild aufstellen, dass Flächen frei zu halten sind, damit man hier arbeiten kann“, schlägt Petra Lühmann vor.

Dreck-Ecken, Müll, Hundekot - das haben Teterower am Lesertelefon des Nordkurier vor allem aufs Korn genommen. Silvio Blanck schüttelt nur noch den Kopf. Mit dem Kinderwagen sei es ihm schon öfter passiert, dass er auf dem Gehweg durch Hinterlassenschaften von Vierbeinern gefahren ist. „Wir haben auch einen Hund, aber ich nehme immer eine Tüte mit“, sagt der junge Mann. Viel Müll liege vor allem am Kapitän-Kaempff-Weg und am Containerplatz am Grünen Weg, wo Leute selbst Elektrogeräte entsorgen. „Für so was habe ich kein Verständnis. Sperrmüll wird doch kostenlos abgeholt. “

Dreck-Ecken werden immer mehr

Dazu kommt, dass die illegale Müllentsorgung die Stadt teuer zu stehen kommt. Daraus macht Birgitt Hohenegger aus der Verwaltung keinen Hehl. Hinweise auf solche Dreck-Ecken hätten deutlich zugenommen, erläutert sie. Auch die Hinweise der Nordkurier-Leser nahm sie auf. Den Verursachern komme man nur selten auf die Schliche, meist müsse die Stadt die Kosten der Entsorgung tragen.

Jetzt wollen Teterower aber selbst wieder ein Zeichen setzen. „Wir haben einen Frühjahrsputz gemacht, da waren rund 50 Leute da“, erinnert Herward Müller. „Wir sollten auch einen Herbstputz initiieren“, so der Stadtvertreter der Linken. Von den anderen Stadtvertreter-Fraktionen gab es schon Zustimmung. Muss nur noch ein Termin mit der Kommunaltechnik ausgemacht werden. Und natürlich hoffen alle auf viele Helfer beim Stadtputz.

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