Lolek im Glück:

Zum Fest ein neues Zuhause

Lange musste der in Malchin ausgesetzte Hund nicht im Demminer Tierheim bleiben. Lolek hat ein neues Frauchen. So viel Freude vor Weihnachten haben nicht alle Tiere dort. Trotzdem lehnen es die Tierschützer ab, Tiere als Geschenke zu vermitteln.

Lolek hat ein neues Frauchen gefunden.
Thomas Koch Lolek hat ein neues Frauchen gefunden.

Das ist doch mal eine freudige Nachricht. Der kleine, vor gut vier Wochen in Malchin ausgesetzte Hund kann das Weihnachtsfest schon im neuen Zuhause verbringen. Er hat ein neues Frauchen gefunden, weiß Kerstin Lenz vom Demminer Tierschutzverein zu berichten. Im Demminer Tierheim des Vereins war Lolek zunächst untergekommen. „Aber so ein hübscher Hund, das wusste ich, dass der nicht lange bei uns bleibt“, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Seine neue Besitzerin sei eine allein stehende Frau. Sie habe schon die 14-tägige Probezeit hinter sich und wolle Lolek nun behalten. Er verstünde sich auch gut mit den Enkelkindern. „Da freuen wir uns natürlich für den Hund“, meint die Tierschützerin. Solch Glück wünsche sie den anderen Tieren im Heim ebenso.

Tiere sind keine Geschenke für Weihnachten

Gerade erst seien zwei Welpen gefunden worden, die in einem Graben ausgesetzt worden waren. „Es geht wieder los“, kommentiert Kerstin Lenz dies und meint damit, dass in der Zeit um Weihnachten  und den Jahreswechsel solche Meldungen keinen Seltenheitswert haben. Vielleicht würden Leute glauben, das Tierheim vermittle solche niedlichen Tiere gut als Geschenk zum Weihnachtsfest. „Aber das tun wir generell nicht. Als Geschenk verlässt kein Tier unser Heim“, sagt sie resolut. Selbst wenn es gut gemeint sei, wer wisse denn, ob der Beschenkte so ein Tier überhaupt haben wolle. Leider erlebten sie es viel zu oft, dass manchen nach vier Wochen die Lust am Hund, an der Katze oder an anderen tierischen Geschenken verloren hat und sie dann aussetzt. Oder aber die Winterferien stehen vor der Tür und damit die Frage: „Wohin mit dem Tier?“ Sie müsse aber der Ehrlichkeit halber sagen, dass solche Fälle weniger geworden seien. Zum Glück.

Verwaltung ermittelt noch

Wer allerdings selbst einen Hund, eine Katze oder eins der anderen Tiere aus dem Heim zu sich nehmen wolle, könne auch gern in der Weihnachtszeit vorbei schauen, sagt Kerstin Lenz. Sie habe übrigens gehört, dass der ehemalige Besitzer von Lolek mittlerweile ermittelt sei. Das will Haidrun Pergande, die Pressesprecherin der Landkreisverwaltung, so nicht ganz bestätigen. Sie informiert, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. „In jedem Fall muss der vormalige Halter mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen“, sagt sie, ohne sich mit einem Betrag festzulegen. Zum Vergleich, für die Abgabe eines Hundes im Tierheim sei mit Kosten zwischen 180 und 200 Euro zu rechnen.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung