:

ZV-Beton kommt unter den Presslufthammer

Die Goethestraße in Teterow wird Baustellen-Brennpunkt. Da haben Handwerker viel zu tun. So fallen die alten Ahornbäume, die Straße wird schmaler und erhält einen Radweg. Im Vorfeld dieser Arbeiten geht es sogar in die Tiefe.

Abgesackte Gullydeckel gehören hier bald der Vergangenheit an. Zuvor allerdings steht der Tiefbau auf der Agenda.
Eberhard Rogmann Abgesackte Gullydeckel gehören hier bald der Vergangenheit an. Zuvor allerdings steht der Tiefbau auf der Agenda.

Der Beton auf der Fahrbahn der Teterower Goethestraße bröckelt. Löcher gähnen dort, ein Gully ist abgesackt. Kein Wunder, denn über die massive Straßendecke rollt seit über drei Jahrzehnten der Verkehr, ohne dass hier je etwas instand gesetzt wurde. Das wirkliche Problem allerdings liegt  unter dem Beton. Die Kanalisation hier ist der Belastung längst nicht mehr gewachsen. Bei starkem Niederschlag ist insbesondere die Einmündung der Abwasserleitung aus der Schillerstraße ein neuralgischer Punkt. Die Stadtwerke dringen seit Längerem darauf, Abhilfe zu schaffen.

Jetzt sind die Tage des Betons, der einst im Rahmen einer groß angelegten Übung der Zivilverteidigungskräfte (ZV) geschüttet wurde, gezählt. „Die Goethestraße wird die größte städtische Baustelle in diesem Jahr“, kündigt Bürgermeister Reinhard Dettmann an. Wenn der Beton aufgemeißelt ist, kommen aber erst die Tiefbauer zum Zuge. Sie werden eine Trennkanalisation verlegen. „Das erfolgt auf einer Länge von etwa 300 Metern“, erläutert Klaus Reinders, Chef der Stadtwerke. Bis zur v.Pentz-Allee liegt bereits das Trennsystem. Ebenso sind die Leitungen von der Rostocker Straße einige dutzend Meter vorgestreckt. Erneuert werden ebenfalls die Strom- und Gasleistungen.

Radweg und Parkstreifen geplant

Die größte Veränderung allerdings betrifft das Straßenbild. Nicht nur, weil der Verkehr künftig  statt über Beton auf Asphalt rollen wird. „Auf der Seite des Krankenhauses wird neben dem Gehweg ein Radweg angelegt“, zeigt Uwe Hohenegger, Leiter des städtischen Bauamtes, auf. Die Breite der Straße wird sich dadurch verringern und dann nur noch etwa sechs Meter betragen. Dafür wird auf der gegenüber liegenden Seite ein Parkstreifen von zwei Metern Breite geschaffen.

Gänzlich abgeholzt werden die Ahornbäume. Sie haben insbesondere im Herbst mit ihrer Laubfärbung der Straße einen sehr eigenen Charakter verliehen. Dennoch sind sie ein Stein des Anstoßes. Denn die Flachwurzler haben im Laufe der Jahrzehnte an verschiedenen Stellen die Gehwegplatten angehoben und eine erhebliche Stolpergefahr geschaffen.

Autofahrer müssen Einschränkungen hinnehmen

Müssen die Bäume auch weichen, sind  Neuanpflanzungen vorgesehen. „Im Plan haben wir auch behindertengerechte Übergänge zum Beispiel auf Höhe des Krankenhauses. Dort werden die Bordsteine abgesenkt“, ergänzt Uwe Hohenegger. Da der Bau sich über mehrere Wochen hinziehen wird, müssen sich die Anlieger auf  Verkehrseinschränkungen einstellen. Dies betrifft ebenfalls die Bewohner der abzweigenden Schillerstraße. Vor Beginn der Bauarbeiten werde auf eine Einwohnerversammlung detailliert darüber informiert, versichert der Bauamtsleiter.