Basepohler Verwalter verteidigt sich:

Zwangshaft noch kein Thema

Nicht nur der Verwalter der ehemaligen Armeesiedlung in Basepohl kommt in Bedrängnis. Wegen der Plattenbauten stocken auch die Planungen für die Zukunft der Kaserne.

Thorsten Krüger vor dem bewohnten Block in Basepohl am See.
Eckhard Kruse Thorsten Krüger vor dem bewohnten Block in Basepohl am See.

Noch kann der Verwalter der Siedlung in Basepohl am See hoffen. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte beantragte am Freitag keine Zwangshaft gegen Thorsten Krüger. An diesem Tag war die Frist abgelaufen, die die Kreisbehörde ihm gestellt hatte. Er sollte möglichst rasch eine Kläranlage für den bewohnten Block bauen. Für den Fall, dass er das nicht tut, drohte der Kreis ihm mit einem Haftantrag. Zwei Zwangsgelder in Höhe von 5000 und 10 000 Euro hatte Krüger nicht bezahlt.

Gegenüber dem Nordkurier sagte er jetzt zu, am 20. Oktober eine Kläranlage zu bauen. Er wehrt sich aber auch gegen viele Vorwürfe. Noch niemals sei er mit einer Behörde konfrontiert worden, die auf eine solch dreiste Art privates Recht und geltende Gesetze ignoriert und verletzt habe und sich gegen Bürgerinteressen stelle.

Stadt in Bedrängnis

Für ihn habe die Stadt die Hauptschuld daran, dass keine weiteren Mieter einziehen. Die Verwaltung habe Leute verschreckt, weil sie immer wieder von Abrissplänen sprach. Stavenhagen sei auch verantwortlich, dass der Landkreis seine Zusage zurücknahm, mehrere Blöcke für Asylbewerber zu nutzen. „Der Bevollmächtigte des Landkreises sagte dies vor Zeugen zu“, klagt Thorsten Krüger. Und dann sei noch das Trinkwasser zeitweise abgestellt worden. Doch die Forderungen des Wasserzweckverbands hätten gegen seine Vorgänger gerichtet werden müssen.

Dass es keine Lösung für die Siedlung gibt, bringt nun die Stadt bei der Umnutzung der nebenliegenden Kaserne in Bedrängnis. „Es kommt zu Verzögerungen“, so Bürgermeister Bernd Mahnke. Dabei müsse die Stadt jetzt den B-Plan aufstellen.