Home




MEGA - CD-Kritik


Artikel vom 21.07.2006


Kleine Feen und böse große Jungs
MEGA-CD-Kritik vom 21. Juli 2006
LaFee, LaFee, EMI/Capitol, 2006
„Mami, Papi, ich will unbedingt singen und ein Popstar werden! Bitte!!!!“ Wieder hat eine Göre genervt, bis sie ihren Willen kriegte. Und die Musikindustrie hat nur auf Christina Klein aus Stolberg bei Aachen gewartet. Denn im Kampf gegen den Klau aus dem Internet lautet die neue Geheimwaffe: Kinder. Wer Saugen noch mit Mamas Vorbau statt Datenströmen in Verbindung bringt, kauft vielleicht CD‘s, anstatt sich Songs illegal zu laden. Dazu muss natürlich altersgemäßes Material in die Regale. Tokio Hotel waren der Anfang, jetzt folgt LaFee. Von Nu Pagadi lagen noch ein paar alte Songideen rum und Texte, naja, die Bewerber auf eine Stelle als Drehbuchschreiber bei GZSZ liefern ja einen Haufen Arbeitsproben.
So darf die 15-Jährige jetzt kreischen: „Lass mich los, dein kleines Mädchen ist jetzt groß, ich pass nicht mehr auf deinen Schoß“. Stress mit den Erzeugern, eine den Lover ausspannende beste Freundin, selbst das Thema Kindesmissbrauch werden in strunzdumme Texte verhunzt. Dazu lassen es vier Begleitband-Darsteller krachen, um alle textlichen, stimmlichen, rhythmischen und sonstigen Defizite zu betäuben. Die kleine Fee will nur das tun, was sie am liebsten macht, aber dass die großen Jungs von der Industrie uns „LaFee“ von LaFee als Musik verkaufen wollen, sollte strafrechtlich verfolgt werden. Monaco

Gewinnt Gutscheine für CDs eurer Wahl! Schreibt an Mega, Flurstr. 2, 17034 Neubrandenburg, schickt eine E-Mail an mega@nordkurier.de, ruft an unter 0395 45 75 888 oder sendet eine SMS mit NK Mega (mit Namen und Adresse) an die 82283 (0,49/SMS).

Beitrag drucken
Beitrag versenden

<< zurück
© Nordkurier.de am 09.09.2010