 | | Beyonce, B’Day, Sony/BMG, 2006 | Beyonce Knowles ist ein Familienmensch: Papa als Mit-Produzent, die Mama als Stylistin, die Schwester als Songschreiberin eingebunden und Freund Jay-Z (in den Credits mit Poppop bespitznamt) als rappende Unterstützung – beim aktuellen Album „B’Day“ durften alle mitmachen. So kam die Verwandtschaft zu ein bisschen Taschengeld extra, das gleich in Geburtstagsgeschenke investiert werden konnte. Beyonce selbst wollte nämlich mit der Langrille ihr 25. Wiegenfest gebührend würdigen.
Doch die zwölf Stücke lassen glauben, dass Familie Knowles am 4. September recht trüb aus der Wäsche guckte. Denn ihr Goldkehlchen, das von Stimme und künstlerischer Substanz her Nachfolgerin einer Tina Turner als R’n’B-Queen sein könnte, hat sich ein grottenschlechtes Werk auf den Gabentisch gelegt. Schon die Booklet-Rückseite mit einer lächerlichen Krokodil-Dressur in Badeanzug und High Heels bietet Anlass zum Stirnrunzeln. Und erst die CD selbst. Zuviel Rap und Bass ersticken fast jeden rhythmischen Ansatz im Keim, die stimmlichen Möglichkeiten werden von Beats-Breitseiten in die Ecke gedrückt. Erst zum Ende von „B’Day“, in souligen Balladen wie „Irreplaceable“ und „Resentment“, kriegt die Texanerin die Kurve. Doch da ist die Stimmung schon im Eimer. Monaco
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