Home




MEGA - CD-Kritik


Artikel vom 22.09.2006


Folk ohne Lagerfeuer-Romantik
MEGA-CD-KRITIK vom 22. September 2006
Anne McCue, Koala Motel; Messenger Records/
Cooking Vynil 2006
Kann man sich gar nicht vorstellen, dass diese hübsche Frau wirklich dahin will, wie sie in „Driving Down Alvarado“ singt. „Take me down to the place, where the monsters play“. Was soll so eine bei den Monstern? Allenfalls kann man sich bei diesem dynamischen Opener ihrer neuen CD „Koala Motel“ eine texanisch/mexikanische Wüstensraße à la Quentin Tarantino vorstellen – „Driver Seat“ lässt grüßen.

Doch mit der Power dieses Songs könnte sich die Australierin Anne McCue alles wagen. Sie paart folkige Einflüsse der 70er Jahre mit sanftem, schnörkellosen Rock. Da ist jede Menge Feingefühl drin. Beispiel dafür: „Hellfire Raiser“ lässt jedem Musiker Spielraum: Solider Songwriter -Folk steigert sich ins Gitarrensolo, um im vom Piano dominierten Bandsound einzutauchen. Das wird sogar dezent rockig. Doch ist die McCue auch stark im Balladesken. Folk ohne Lagerfeuer-Romantik zelebriert sie.

Harmonisch, dennoch nicht nostalgisch säuselnd. So entsteht eine Musik zwischen Alanis Morissette und Gram Parsons - nur unaufdringlicher. Songwriting war gestern, Anne McCue ist heute. Hoffentlich auch morgen, doch dazu müsste der Rundfunk drauf aufmerksam werden. Obwohl, wurde nicht schon manch guter Künstler „totgedudelt"?OE

Gewinnt Gutscheine für CDs eurer Wahl! Schreibt an Mega, Flurstr. 2, 17034 Neubrandenburg, schickt eine E-Mail an mega@nordkurier.de, ruft an unter 0395 45 75 888 oder sendet eine SMS mit NK Mega (mit Namen und Adresse) an die 82283 (0,49/SMS).

Beitrag drucken
Beitrag versenden

<< zurück
© Nordkurier.de am 09.09.2010