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MEGA - CD-Kritik


Artikel vom 13.10.2006


Nicht (ganz) ohne die Hilfe von Papa
MEGA-CD-TIPP vom 13. Oktober
Sophie Auster, Sophie Auster, Urban Geek Records 2006

„Der Papa wird‘s schon richten“, sang einst Schlagerbarde Peter Alexander. Das könnte man auch bei Sophie Auster denken. Ihr Papa, der Schriftsteller und Regisseur Paul Auster hat seiner Tochter den Weg in die Filmbranche gebahnt. Und nun half er ein klein wenig beim musikalischen Erstlingswerk der 19-Jährigen, das unprätentiös „Sophie Auster“ heißt. Drei der elf Songtexte steuerte der Senior bei und übersetzte französische Lyrik ins Englische. Den Rest musste das Töchterlein mit den Musikern allein auf die Reihe bekommen. Und das lässt sich durchaus hören.

Mit sparsamer Begleit-Instrumentierung (Drums, Gitarre, Streicher, Akkordeon) entstehen Pop-Chansons zwischen REM und Nick Cave. Nur dass die Stimme von Sophie Auster keine Düsterkeit verbreitet, sich in glasklare Höhen schwingen kann, wenn auch noch nicht ausgereift ist. Der Hang zum Neo-Folk („Close Your Eyes“) ist nicht zu überhören, die Vorliebe für gefälligen Pop („The Door“) auch nicht, und die Sympathie für jazzigen Chanson lebt sie ebenfalls aus („Western Wind“). Doch zu hören, ist auch, dass Sophie noch nicht wirklich weiß, in welche Richtung sie sich musikalisch bewegen will. Damit bleibt das Album in den Startblöcken stecken, die allerdings neugierig machen auf mehr. oe

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© Nordkurier.de am 09.09.2010