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MEGA - CD-Kritik


Artikel vom 03.11.2006


Ein Juli-Tag im November
MEGA-CD-TIPP vom 3. November
Juli, Ein neuer Tag, Universal, 2006
Sie sind keine „Helden“ und glänzen auch nicht silbern wie der Mond. Die Rundfunkeinsätze ihrer ersten erfolgreichen Single wurden von einer viel zu großen „perfekten Welle“ weggeschwemmt, aber eine „geile Zeit“ hatten sie trotzdem. Wer jetzt immer noch nicht weiß, dass mitten im November von Juli die Rede ist, hat mit deutscher Musik nix am Hut.
Das Quintett aus Hessen, Gewinner des ersten Bundesvision-Wettbewerbes von Stefan Raab, bringt Album Nr. 2 an den Start. Mit dem Titel „Ein neuer Tag“ kommt es erstmal unspektakulär daher und lässt eine Anknüpfung an den textlich und musikalisch eher schlichten Erstling befürchten. Doch weit gefehlt. Juli haben mit dem „neuen Tag“ wirklich ein neues Kapitel aufgeschlagen und bieten 12 piekfeine Popsongs mit recht ordentlichen Texten. Sprachlich deutlich ideenreicher als beispielsweise die „Monde“, die auf ihrem Zweitwerk noch stark nach Poesiealbum klingen, beschäftigen sich Frontfrau Eva Briegel und ihre Jungs mit den Dingen des Lebens. Dies unterlegt mit Melodien, denen mit rhythmischen Brüchen gern auch mal Spannung gegeben wird. Besonders stark: Die Fanbotschaft „Ein Gruß“. So sammelt deutsche Musik Pluspunkte, so denkt man auch im November gern an Juli. Monaco

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© Nordkurier.de am 09.09.2010