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MEGA - CD-Kritik


Artikel vom 12.01.2007


Südstaatler unter Mordanklage
MEGA-CD-TIPP vom 12. Januar 2007
Nas, Hip-Hop is dead, Def Jam Records 2007
Hip-Hop ist tot! Erstickt vom Kommerz, der Industrie und schlechten Künstlern, klagt der New Yorker Rapper Nas. Der Künstler läutet mit seinem aktuellen Album „HipHop is dead“ das Totenglöckchen. Bestatter Nas hat zur Beerdigung eine illustre Runde von Leichenrednern versammelt: Ehefrau Kelis, Jay-Z und der Vertreter der Westküste, Snoop Dog, sind herbeigeeilt. Wutgeladen fliegen die lyrischen Kugeln gegen Plattenbosse und Rapperkollegen, die nicht mehr zu erzählen haben als über Sexorgien und Saufgelage. Ein Diss gegen „Südstaatler“ wie Master P oder Nelly.
Nas legt gleich kräftig los und versucht es mit der Hip-Hop-Reanimation. „Money over bullshit“, „You can’t kill me“ und „HipHop is dead“ bestechen mit fetten Beats und souligen Rhythmen. Die dreckigen Reime sind ein Faustschlag in die Magengrube der Hip-Hop-Killer. Nas predigt die wahren Hip-Hop-Werte: Blut, Schweiß und Tränen, wie er es nennt. Er erzählt Geschichten von den Straßenecken der trostlosen Ghettos. Storys über Crackheads, Familien auf Sozialhilfe und Ex-Knackis wie in „Blunt ashes“. Nicht Glamour, sondern Gosse, ist das, was für Nas das Salz des Hip-Hop ist. Nach den 16 Tracks hat man das Gefühl, dass Hip-Hop offenbar doch nicht so schnell totzukriegen ist. Oleg

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© Nordkurier.de am 09.09.2010