 | | The Ruby Suns, The Ruby Suns, Rough Trade 2006 | Jetzt könnte so etwas kommen: wer die Beach Boys mag, muss The Ruby Suns lieben. Könnte man auch wiederholen mit den Byrds, den Mamas & Papas oder sonst welchen Leichtgewichten der Flower-Power-Generation. Irgendwie erinnert schon das Cover an die Zeit, in der auf die Kraft der Blumen gegen Gewalt und Krieg gesetzt wurde. Nicht ganz so bunt allerdings. Und auch das nach ihnen benannte Debütalbum von The Ruby Suns verblüht unterwegs. Mastermind Ryan McPhun, der aus Kalifornien nach Neuseeland zog und dort eine Band nach seinem Willen formte, gibt sich alle Mühe, die Combo der Multiinstrumentalisten mit Gitarren, Saxophon, Percussion, Vibraphone und ganz viel Gesang
zu einem Klangteppich zusammenzuweben, der trägt. Angesichts der Möglichkeiten bleibt der jedoch dünn. „Maasai Mara“ soll originell klingen, erinnert jedoch allenfalls an ein schlechtes Kinderlied. „Function of the sun“ klingelt ebenso teletubbiemäßig vor sich hin wie viele andere Songs. Highlights gibt es wenige. „Look out sos!“ erinnert von Ferne an „Turn, Turn, Turn“. „Criterion“ könnte Basis für weitere Produktionen werden, da kommt kurzzeitig Rhythmus in die Säuselei. Ansonsten scheint die Kreativität Ryan McPhuns begrenzt, nimmt man das Debütalbum als Maßstab. oe
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