 | | Beatsteaks, Limbo Messiah, 2007, Warner | „I’ve Come to Rearrange“, macht Sänger Arnim Teutoburg-Weiß klar. Im Hintergrund gibt es Chöre, tänzelnde Bassläufe und ein galoppierendes Schlagzeug. Ein toller Opener und ein würdiger dazu für das bisher beste Beatsteaks-Album. Denn „Limbo Messiah“ knüpft nicht nur nahtlos an den erfolgsverwöhnten Vorgänger „Smack Smash“ an, es bietet auch viel Neues: Die erste Single, das verspielte „Jane Became Insane“, erinnert an QOTSA und ist ein verfluchter Ohrwurm, „Hail to the Freaks“ mit seinen düsteren 80er-Wave-Strukturen könnte glatt aus der Feder der Editors stammen, das relaxt swingende „Meantime“ dagegen überrascht als tanzbarer Sommerhit. Und über allem thront „Bad Brain“, ein rauer Hardcore-Kracher wie man ihn seit Jahren nicht zu hören bekam – und schon gar nicht von den Beatsteaks aus Berlin.
Auch Arnim lotet erstmals alle Extreme aus, mal im Schreigesang alla Mike Patton, dann im Falsett als Marvin Gaye. Elf Lieder, jedes ein Juwel, von Ausfällen keine Spur. Und nach 30 sturm- gleichen Minuten ist es auch schon wieder vorbei. Eines der besten Rock-Alben, das je in Deutschland aufgenommen wurde, ein Orkan, innovativ, unfassbar vielfältig und eigentlich viel zu gut, um von den Beatsteaks zu sein. Yeboah
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