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MEGA - CD-Kritik


Artikel vom 13.04.2007


Zwischen schwermütig und ruppig
MEGA-CD-TIPP VOM 13. April 2007
Type O negative, Dead Again, Steamhammer/ SPV, 2007
Type O Negative-Fans, die die Carnivore-Zeiten von Mastermind Peter Steele bisher ignorierten, werden mit „Dead Again“ vermutlich nur per Hassliebe eine Verbindung eingehen können. Denn vom „Bloody Kisses“- und „October Rust“-Gothic (1993/1996) ist hier nichts mehr zu finden. Dabei hatte gerade diese Musik der Band um den charismatischen Zwei-Meter-Mann Steele vor allem Mädels und Todessehnsüchtige in Scharen zugeführt. „World Coming Down“ (1999) und „Life Is Killing Me“ (2003) erinnerten da schon wieder stärker an Type-Anfänge. Eine noch intensivere Rückbesinnung wie auf „Dead Again“ wird vor allem jene freuen, die in den 80ern den politisch inkorrekten Carnivore huldigten. Wenngleich sich Steele mit seiner Mannschaft mit der aktuellen Scheibe zwischen zwei Stühle zwängt. Für Carnivore ist das Material meist zu schwermütig, für ein echtes Type-Album wiederum zu ruppig. Am Ende macht gerade dieser Balance-Akt die Faszination von „Dead Again“ aus.
Steeles Faible für Totalitarismus, für die Geschichte europäischer Reiche, seine Provokation zeigen sowohl das Rasputin-Cover, die an das kyrillische Schriftbild angelehnten Buchstaben im Booklet und die Kosaken-Chöre bei „September Sun“ und „Some Stupid Tomorrow“. jub

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© Nordkurier.de am 09.09.2010