 | | Wir sind Helden, Soundso, EMI Music 2007 |
An Helden hat man hohe Ansprüche: Der eine soll nichts weniger tun als die Welt retten. Andere, die den Heldenstatus für sich reklamieren, sollten zumindest gute Musik machen. Was manchmal der ersten Aufgabe so ziemlich nah kommt.
In letzterer Disziplin üben sich jetzt wieder „Wir sind Helden“ und die haben sich mit ihrem Debüt „Reklamation“ und dem Nachfolger „Von hier an blind“ ihren Heroen-Status mit kleinem feinem deutschsprachigen Pop-Geträller redlich verdient.
„Soundso“ heißt ihre dritte Langrille, soso! Der Opener „(Ode) an die Arbeit“ des neuen Albums der Combo um Judith Holofernes klingt sperrig, ist aber eine ganz neckische Sprachspielerei. Doch die Fans von Judith & Co müssen nicht erschrecken, es sind einige Songs nach bewährtem Strickmuster auf der Scheibe vertreten. „The Geek“ und „Die Konkurrenz“ oder „Endlich ein Grund zur Panik“ sind klassische Heldennummern mit treibender Gitarre und fröhlichem Holofernes-Gesang.
Insgesamt wirkt „Soundso“ solide. Keine Platte,
die sofort zum Ohrwurm wird. Es scheint als haben die Helden einfach vergessen, die Handbremse zu lösen. Wahrscheinlich muss die Platte eine Weile reifen und nach Monaten im Regal wird die Scheibe eine ganz andere Aura verströmen. Aber das ist alles sowieso eine Frage des Geschmacks. Oleg
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