 | | Rihanna, Good girl gone bad, Island Def Jam, 2007 | Das ist doch mal ein Angebot. Seit Wochen flötet Rihanna, dass man unter ihren Regenschirm dürfe, nun, da es unablässig regnet. Die karibische Perle sollte sich als Wetterfee bewerben, denn justament mit dem Charteintritt von „Umbrella“ begann die Herrschaft der Tiefdruckgebiete.
Vielleicht wäre dieser Job für das neueste Pferd aus dem Stall von Hip-Hop-Guru Jay-Z auch besser geeignet. Denn was das liebe böse Mädchen auf seinem dritten Album „Good girl gone bad“ musikalisch abliefert, lässt auf eine grundlegend falsche Berufsberatung schließen.
Zugegeben, seit ihrer ersten Langrille (dieses Wort muss in der vorerst letzten CD-Kritik einfach auftauchen), verkaufen sich die Songs der 19-Jährigen wie Potter-Bücher. Doch abgesehen davon, dass sich die kaffeebraune Schönheit biegsam vor der Kamera räkeln kann, hat Robyn Rihanna Fenty nichts Spannendes zu bieten. Die 12 Stücke auf „Good girl gone bad“ sind strunzlangweilige Pop- und R’n’B-Ware, wie sie seit Jahren aus den US-Hitfabriken von Babyface & Co. kommt.
Rihannas karibische Wurzeln, die auf ihren ersten Scheiben bei Songs wie „Pon de Replay“ wenigstens noch ansatzweise musikalisch auftauchten, sind inzwischen komplett zugeschüttet worden. Musikindustrie, mir graut vor Dir. Monaco
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