 | | Reamonn, Reamonn Live, Universal Music, 2009 | Das ist doch mal etwas. Das neue Reamonn-Album ist auf dem Markt: Reamonn „Live“. Imposant, bedrohlich: So klingt in diesem Album der Einstieg des Liedes „Faith“. Ein Orchester – es klingt ein bisschen á la Krieg der Sterne – kündigt Reamonn an, der danach mit seiner gewohnt angenehmen Rock-Stimme zu den Takten der Melodie den Text ins Mikrofon röhrt.
Als Reamonn vor zehn Jahren begannen, im großen Rockzirkus ein Wörtchen mitzureden, war man unter Kennern baff: Eine Band, die live so auf den Punkt, so intensiv, technisch versiert und zugleich immer für einen überraschenden Gänsehaut-Moment gut war, hatte man lange nicht mehr gehört. Heute schwingt die Band locker die Direktorenpeitsche vor ausverkauften Arenen in ganz Europa, und hat doch etwas behalten, was nur den wenigsten im Zuge des Aufstiegs gelingt.
So „berauschend“ der Einstieg ins Album ist, so geht es weiter. Der zweite Song „Set Of Keys“ wird mit harten Gitarrenriffs angekündigt, die allerdings an Per Gesell von Roxette erinnern. Trotzdem bleibt der Song in geordneten Bahnen und kriegt die Kurve weg von dem Schweden-„Rocker“. Reamonns‘ Hits wie „Through The Eyes Of The Child“, „Million Miles“ oder „Moments Like This“ folgen, und lassen das Album zu einem angenehmen Ohrenschmus werden.
Zarte Riffs die zwischendurch immer wieder erklingen, zeigen die weichen Seiten der Band, die für ihren Erfolg der vergangenen zehn Jahre stehen. Insgesamt werden auf dem Album 15 Titel zu hören sein. Johannes
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