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MEGA - CD-Kritik


Artikel vom 20.01.2006


Geschenkt ist noch zu teuer
MEGA-CD-Kritik vom 20. Januar 2006
Right said Fred, For Sale, Sushi Pop/Universal, 2006
Häufig müssen wir bei singenden Damen konstatieren, dass deren Oberweite weit größer ist als ihr Stimmumfang und die Qualität des dargebotenen Liedgutes. Aber fairerweise sei an dieser Stelle festgestellt: Dieses Phänomen gibt es auch bei männlichen Exemplaren.
Die Gebrüder Richard und Fred Fairbrass alias Right Said Fred konnten stets mit ihren definierten Oberkörpern punkten, musikalisch dagegen schienen sie schon immer etwas untertrainiert. Einen frischen Beweis dafür liefert die aktuelle Langrille des Duos namens „For Sale“. Sonst brachten die beiden Glatzköpfe ja wenigstens immer noch eine Mitgröl-Hymne wie „You’re my mate“, „I’m to sexy“ oder „Don’t talk just kiss“ zustande, aber selbst derartige Musik, die mit 3,8 im Turm dann doch vielleicht durchgehen kann, fehlt auf der neuen CD.
Stattdessen versuchen sich die Engländer an der alten Peter-Sarstedt-Ballade „Where do you go to my lovely“. Lahmer Disko-Schrott für die Rausschmeißer-Kuschelrunde, wenn überhaupt. „Jump Start“, das von RTL zur Titelmelodie der Skisprung-Übertragungen ausgewählt wurde, erinnert allenfalls an Martin Schmitts derzeit klägliche Hüpfer. Und die restlichen 14 Stücke klingen noch gruseliger. „For Sale“? Geschenkt ist noch zu teuer! Monaco

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© Nordkurier.de am 09.09.2010