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MEGA - CD-Kritik


Artikel vom 17.02.2006


Volkssturm der Crossover-Ära
MEGA-CD-Kritik vom 17. Februar 2006
P.O.D., Testify, Atlantic/Warner, 2006
Wer da glaubt, bekennende Christen könnten nur jauchzen, frohlocken und laut „Halleluja“ schmettern, darf sich gern mal mit der aktuellen P.O.D.-Scheibe zum Pfarrer seines Vertrauens begeben. Hochwürden dürfte wohl ziemlich rasch zum Verlassen des Gotteshauses auffordern, denn das gläubige Quartett aus den Staaten lässt ordentlich krachen.
Dreizehnmal Brett geben die Jungs aus der Nu Metal/Crossover-Fraktion auf ihrem Silberling „Testify“. Die erste Auskopplung „Goodbye for now“, ein hübsches Mit-Träller-Stück wie einst „Youth of the Nation“, rotiert bereits gut in Funk und Fernsehen. Für das eine oder andere Kopf- und Fußwippen können auch Stücke wie der Opener „Roots in Stereo“, „Lights out“ oder „This Time“ sorgen. Insgesamt aber wirken P.O.D. auf „Testify“ ein bisschen wie der Volkssturm, der gegen das Ende der Crossover-Ära ankämpfen möchte. Während Combos wie Crazy Town oder Limp Bizkit schon lange nur eine Erinnerung an alte Single-Hits sind und Linkin Park mit Rapper Jay-Z das Cross-Marketing perfektionieren, halten P.O.D. als Letzte die Fahne hoch. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schrammeln sie noch morgen. Mit „Payable on Death“, wie ihr Bandname sagt, wird‘s da wohl nicht so schnell was. Monaco

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© Nordkurier.de am 09.09.2010