Karneval:

22 Jahre Wallmow: Helau!

Ortsvorsteherin und Wirtin vom Dorfkrug Wallmow strapazieren die Lachmuskeln der Närrinnen und Narren aus Angermünde.

Opa und Oma amüsieren sich.
Horst Voigt Opa und Oma amüsieren sich.

Die Saison "Fasching" ist zwar zu Ende, trotzdem möchte ich über einen Ort berichten, den viele Süd-Uckermärker und darüber hinaus nicht kennen. Denn viele sagen: Wallmow? Wo liegt denn der Ort! Bei den Närrinnen und Narren ist Wallmow jedoch bekannt. Wallmow liegt circa 20 km nordöstlich von Prenzlau entfernt. 

So nahmen die Närrinnen und Narren der Seniorengruppe des Bahnsozialwerkes Angermünde zum wiederholten Male an der Faschingsfeier in Wallmow teil. Ob als Teufel, Polizist, Punk, mit bunter Brille und unechtem Bart, oder als Seemann verkleidet, fuhren wir frohen Mutes gemeinsam mit einem Bus nach Wallmow. Doch der Busfahrer hatte einige Orientierungsschwierigkeiten, mit mehreren Wendemanövern erreichten wir circa eine Stunde später unser Ziel. Das machte dem Frohsinn keinen Abbruch, denn die Veranstalter haben das Programm trotzdem zweieinhalb Stunden mit viel Beifall durchgeführt.

Die Ortsvorsteherin, Heike Rymas erzählte uns von der Entwicklung ihres Ortsteiles Wallmow und wir wurden natürlich neugierig.

So machten wir uns noch einmal auf den Weg nach Wallmow und spazierten durch das Dorf. So erfuhren wir einiges Interessantes. So u.a., das Wallmow ein Ortsteil von Carmzow ist und gehört zum Amt Brüssow im Randowtal. Hier wohnen circa 300 Einwohner, davon allein ungefähr 70 Kinder. Zum Ort gehören ein Dorfkonsum mit Post, eine Gaststätte, eine Kirche, ein Sport-und Kulturverein, ein neu erbautes Feuerwehrhaus mit Sirene auf dem Dach des Gemeindehauses, ein Kindergarten und eine Dorfschule, 1. bis 8. Klasse, beide befinden sich in freier Trägerschaft. Die höheren Klassen fahren nach Brüssow beziehungsweise Prenzlau. Weiterhin haben sich drei Bio-Landwirtschaftsbetriebe etabliert und ein Bio-Eierhof. Eine langgezogene Straße führt durch den Ort, vorbei an schmucken restaurierten Häusern, oft mit bunten Fassaden und Vorgärten.

Der Kulturverein bringt Schwung in das Leben der Wallmower rein. Denn in der Gaststätte zum „Dorfkrug" spielt sich so einiges ab. An vorderster Steile steht der Fasching, es schließen sich Feuerwehrveranstaltungen, Sport- und Familienfeiern und gesellige Abende an. Aus dem ehemaligen aktiven Sport- und Kulturverein, ist der Fasching am 09.08.1993 mit ursprünglich 14 interessierten Bürgern geboren. 22 Jahre besteht nun der Verein. Und in diesem Jahr wurde der Fasching mehrere Male durchgeführt, immer für einen anderen Personenkreis. Jetzt sind mittlerweile 37 aktive Mitglieder, einschließlich der Funkengarde und Komiker, die die Lachmuskeln bei den Gästen strapazierten. 

Mit ihren Programmen touren sie nun auch durch die ganze Uckermark und wurden unter anderem vom Schwedter Karnevalsverein eingeladen, zu einem Tanzturnier. Hier wurden sie durch die Jury mit dem 1. Platz geehrt, sowie einem Pokal. Vom RBB erhielten sie die Einladung nach Cottbus, wo sie ebenfalls mit dem Oma -Opa- Tanz unter großen Beifall auftraten.

Nun kehrt etwas Ruhe ein, ab September beginnen dann wieder neue Proben für die neue Narrenzeit. Trotzdem werden schon jetzt wieder Ideen wach und gesammelt für die kommende Saison, erzählt die Inhaberin vom Dorfkrug Birgit Lindhorst.

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