Kleingärten:

Grüne Oasen inmitten von Templin

Im folgenden Text finden zukünftige Kleingärtner wichtige Hinweise.

KGV Egelpfuhl.
Jens Harnisch KGV Egelpfuhl.

Pflichten und Rechte - Was muß ich beachten?
• Als Kleingärtner sind Sie nicht nur Besitzer eines Kleingarten, sondern Teil der Gemeinschaft der Kleingärtner.
• Kleingartenanlagen zählen zum öffentlichen Grün und haben gemeinschaftliche Einrichtungen wie Vereinshäuser, Wege, Außenzäune und Spielplätze.
• Pflege und Unterhaltung der Gemeinschaftseinrichtungen erfolgen in Gemeinschaftsarbeit.
• Für ein gesundes Vereinsleben und gute Nachbarschaft ergeben sich Rechte und Pflichten, die in der Gartenordnung und der Vereinssatzung festgeschrieben sind.
• Der Kleingärtner ist verpflichtet, alle sich aus dem Pachtvertrag, der Gartenordnung und den Vereinsbeschlüssen ergebenden Verpflichtungen zu erfüllen.
• Der Kleingärtner sollte die Mitgliedschaft im Verein wahrnehmen und an den Versammlungen teilnehmen.
• Vom Kleingärtner wird erwartet, dass er seinen finanziellen Verpflichtungen (Pacht, Beitrag usw.) pünktlich nachkommt und sich an der Gemeinschaftsarbeit beteiligt.
• Kleingärtner sollen gute Nachbarschaft pflegen, den Kleingarten naturnah nutzen und sich umweltgerecht verhalten.

Nutzung- Was bedeutet eigentlich kleingärtnerische Bewirtschaftung?
• Ist gegeben, wenn der Kleingarten zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf und zur Erholung des Pächters und seiner Angehörigen dient.
• Grundlage ist das Bundeskleingartengesetz und die Einzelheiten regelt die Gartenordnung.
• Auf mind. 1/3 der Gartenfläche sollte Obst und Gemüse angebaut werden.
• Für das Anpflanzen von Obstbäumen und Beerensträuchern gibt es verbindliche Grenzabstände (Hecken sind Wuchshöhenfestgelegt).
• Die Anpflanzung von Gehölzen (außer Obstbäumen) die von Natur aus höher als 3 m werden, sind nicht erlaubt. An Ziergehölzen sind nur halb hohe Arten und Sorten bis maximal 2,50 m zulässig.
• Als Bebauung ist eine Laube in einfacher Ausführung mit höchstens 24 m² Grundfläche + überdachten Freisitzes zulässig. Alle bis zum 03.10.1990 rechtmäßigen errichtete Bauten haben lt. § 20a Bundeskleingartengesetz Bestandschutz.
• Ein Teich darf bis zu einer Größe von 10 m² angelegt werden. Kleingewächshaus und Frühbeetkästen dürfen errichtet werden.
• Vor Beginn jeglicher Baumaßnahme ist die Zustimmung des Vorstandes einzuholen.
• Die Gärten dürfen ausschließlich vom Pächter und zu seinem Haushalt gehörenden Personen bewirtschaftet werden. Nachbarschaftshilfe bei der Gartenbewirtschaftung ist gestattet. Dauert sie länger als sechs Wochen, ist der Vorstand zu informieren.

Kosten- Mit welchen Kosten bei der Übernahme und der Nutzung muss ich rechnen?
• Bei der Anpachtung des Kleingartens werden in der Regel die darauf befindlichen Anpflanzungen und Baulichkeiten mit übernommen.
• Sie gehören nicht zum Pachtland sondern sind Eigentum des Kleingärtner. Der abgebende Pächter hat die Pflicht, bei Gartenkündigung dafür eine Bewertung vornehmen zu lassen.
• Der neue Pächter kann auf Grundlage des Bewertungsprotokolls mit seinen Vorgänger die Ablösesumme für Anpflanzungen und Baulichkeiten selbst auszuhandeln. Die Übernahme erfolgt auf Grundlage eines zwischen den Parteien abgeschlossenen Kaufvertrages (Kaufverträge für Kleingärten erhält man beim Vorsitzenden des KGV).
• Zu diesem Anschaffungspreis können bei der Anpachtung und Beantragung der Mitgliedschaft noch eine Aufnahmegebühr, Anteilskosten für Gemeinschaftsanlagen und andere vereinsspezifische Kosten hinzukommen.
• Zu den laufenden Kosten gehören die jährliche Pacht (derzeit in der Uckermark ca. 4 Cent pro m²), Mitgliedsbeitrag, Grundsteuern, Kosten für Wasser, Strom und Gebühren (regional unterschiedlich).

Vergabe- Wie komme ich zu meinem Wunschkleingarten?
• Die Vergabe des Kleingartens erfolgt durch den Vereinsvorstand der jeweiligen Kleingartenanlage im Auftrag des Kreisverbandes (Verpächter).
• Kleingartenparzellen sind Pachtgärten und nicht käuflich zu erwerben.
• Vorraussetzung für den Abschluss eines Pachtvertrages über den Kleingarten ist die Mitgliedschaft im Verein.
• Der neue Pächter erhält bei Übernahme seines Kleingartens den Kleingarten- Pachtvertrag, die Satzung des Vereins, eine Gartenordnung und Informationen über entstehende Kosten für die jährliche Pacht. Mitgliedschaft im Verein, Reglungen zu Wasser- und Stromverbrauch sowie Leistungen der Gemeinschaftsarbeit und Formen des Vereinslebens.

Dies ist eine Information des KGV „Am Egelpfuhl“ e. V. Templin, Mitglied im KVU der Gartenfreunde e. V. mit Sitz in Schwedt/ Oder Mitglied des Landesverband Brandenburg der Gartenfreunde. Sie haben Interesse an einem Kleingarten? Wir vermitteln kostenlos. Gfd Jens Harnisch, Tel.: 0152 31 70 20, Mail: am.egelpfuhl@arcor.de  oder bei Facebook: https://www.facebook.com/amegelpfuhl.jensharnisch                                                 

 

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