Richtfest:

Dank und Freude über das Erreichte

Richtfest des neuen Begegnungszentrums der Stadtmission.

Richtspruch.
Esther Schanz Richtspruch.

„Es soll ein Haus für Gott und für die Menschen werden! Und nun haben wir unser Schäfchen fast im Trockenen!“, freute sich Pastorin Esther Schanz, „wenn noch die Verglasung und die Außenhaut fertig gestellt sind, dann ist das Gebäude dicht und dann darf es auch langsamer weiter gehen!“

Im November 2013 hatte die Stadtmission mit dem Bauprojekt gestartet, ohne dass die Finanzierung völlig gesichert gewesen wäre. Dass der Bau nun ein Dach trägt, ist Grund zur Freude und zum Dank an viele Unterstützer und Helfer aus der Stadtmission selbst, aus Prenzlau und der Region sowie aus der Ferne. Das war Anlass am 3. Mai für ein verspätetes Richtfest in der Brüssower Alle 62.

Die Stadtmission ist eine Ausdrucksform der evangelischen Kirche. Sie möchte in Prenzlau praktisch glauben und einfach leben. Mit dem baseCamp Prenzlau teilt sie ein Gelände und eine Vision: Miteinander leben, arbeiten und feiern. Durch sinnvolle Tätigkeit sollen Menschen Würde erfahren und in verlässlicher Gemeinschaft Halt finden und eine Ahnung davon bekommen, dass es einen Gott gibt, der sie liebt. Dazu braucht es passende Räumlichkeiten, die am Sonntag auch für Gottesdienste genutzt werden können.

Wichtiger als das Gebäude ist jedoch immer die Gemeinschaft der Menschen, die darin lebt. Für Kirche gilt das noch mehr als andernorts. Denn Gott lässt sich in Jesus Christus finden. Er ist das lebendige Fundament der Kirche. Wer zu Jesus kommt, wird eingefügt in die Gemeinschaft der lebendigen Steine: Hier sollen Menschen Zuflucht finden und Gott begegnen. „Gemeinschaft ist leicht gefährdet, wir werden aneinander schuldig“, erläuterte die Pastorin, „darum ist die Frage der Müllentsorgung so wichtig! Weil Jesus uns vergibt, können wir einander vergeben.“ Die sehr unterschiedlichen Menschentypen finden sich nur im Blick auf das gemeinsame Ziel. Das gemeinsame Fragen nach Gott und seinem Wort verbindet. „Möge Gott es schenken, dass bei Vollendung des Gebäudes, auch diese Gemeinschaft der lebendigen Steine hier gebaut und stabil genug ist, das Anliegen des neuen Hauses zu tragen.“, schloss die Pastorin.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde der Richtbaum auf dem Gebäude befestigt. Zimmerermeister Andreas Schanz, der im Rahmen der baseCamp-Werkstatt die Bauarbeiten bisher hauptsächlich angeleitet hatte, verlas den Richtspruch. Vertreter anderer Kirchen, des Gemeindeverbandes und der Bürgermeister Hendrik Sommer überbrachten ermutigende Grußworte und gute Wünsche für den Fortgang der Arbeit. Der Posaunenchor aus Wallmow umrahmte das Geschehen sehr feierlich. Mit leckerer Suppe im Sonnenschein klang das Richtfest aus.