Camp im Jugendhaus:

Von Vulkanen und Schnitzeljagden

Ein ereignisreiches Wochenende stand für 19 Kindern unter dem Motto "Ein jeder kann kommen".

Gruppenbild vor der Klockower Kirche.
Carlo Christiansen Gruppenbild vor der Klockower Kirche.

Bunte Vulkane stehen auf dem Tisch. Unsere eigenen Vulkane. Noch ahnen wir nicht, welches Naturspektakel uns gleich erwartet. Jetzt noch ein bisschen Lebensmittelfarbe für die Optik und eine Prise Backpulver für jeden. Und siehe da: es prickelt leise wie bei Mineralwasser, fängt an zu blubbern und zu schäumen. Die chemische Reaktion ist verblüffend. Wir starren unsere Vulkane an und erleben hautnah ihren Ausbruch. Die ganze Pampe ergießt sich auf den Teller, auf den wir unsere Vulkane gestellt haben, aus Sicherheitsgründen versteht sich.
An diesem Freitagabend im Klockower Jugendhaus konnte jeder zum Experimentierkünstler werden, und so gab es die eine oder andere „Sauerei“. Einige weitere Versuche sollten folgen. Nachdem wir dann alle unsere Schlafplätze reserviert hatten, begann unser Wintercampwochenende vom 20. bis 22. Februar in Klockow. Mit 19 Kindern und zwei Betreuern verbrachten wir eine höchst spannende Zeit, lernten uns kennen und viel übereinander lernen. Viele neue Gesichter durften wir dieses Jahr in unserer Mitte begrüßen.
"Ein jeder kann kommen!", war das Motto des Camps, und so zeigte der einsame Wolf "Wolfgang" uns mit einer Schnitzeljagd durch den Ort, wie wörtlich man diesen Spruch nehmen sollte.

Meistens reicht eben nicht der erste Blick, um unser Gegenüber zu kennen. Nach diesem Wochenende können wir sagen, wir kennen uns. Stärken und Schwächen haben wir einander offenbart. So wurden einige Vorurteile abgebaut und sogar Freundschaften geschlossen. Wir spielten zusammen Fußball und verstanden dabei, wie wichtig "Fair Play" ist. Bei Auseinandersetzungen in der Gruppe stellten wir unsere eigenen Regeln auf, damit unser Miteinander funktioniert.

Mit Heißhunger genossen wir wie immer eine hervorragende Küche. Auch das Tischgebet durfte nicht fehlen, darauf achteten vor allem die Kinder sehr genau.
Langweilig wurde es nie, denn die nächste Überraschung ließ nie lange auf sich warten. Am Samstagabend sahen wir uns den lang ersehnten Film "Das Tigerteam" an, in welchem drei Kinderdetektive sich auf die Suche nach einem chinesischen Geheimnis machen. Nach so viel Nervenkitzel schläft man für gewöhnlich besonders gut. Fröhlich und heiter war die Stimmung trotzdem weiterhin. Bei der Abholung durch die Eltern am Sonntagmittag kippte die Stimmung allerdings bei einigen. Das Warten und die Vorfreude auf das nächste Camp beginnt.

Nach so einem Wochenende, bei dem mich die Kinder immer wieder verblüfften, musste ich an die beiden Einleitungsverse zur Geschichte vom verlorenen Schaf denken. Kinder erkennen ihre Talente und verstehen die biblischen Geschichten schneller als so mancher Erwachsener. Deshalb:
"Seht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel." – (Matthäus 18,10f)

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