„FahrFitnessCheck“ für Senioren:

Sicheres Fahren im Alter

Der ADAC Berlin-Brandenburg informierte am 2. Oktober 2014 in einer gemeinsamen Veranstaltung des Brandenburgischen Seniorenverbandes, des Motorsportclubs Uckermark und der Kreisvolkshochschule über den „FahrFitnessCheck“ für Senioren.

Ältere können Fahrtüchtigkeit meist gut einschätzen.
Jonas Schöll Ältere können Fahrtüchtigkeit meist gut einschätzen.

Autofahren ist im Alter wichtig für die Mobilität, besonders in unserer ländlichen Region. Aber nur so lange alle Sinne mitspielen. Wer gesundheitliche Beeinträchtigungen hat, sollte sich ehrlich prüfen und rechtzeitig mit einem Arzt oder auch Fahrlehrer seines Vertrauens sprechen und gegebenenfalls seine FahrfitnessCheck machen. Ältere Autofahrer gleichen ihre nachlassende Fitness mit Erfahrung eines langen Autofahrerlebens aus. Sie fahren meist langsamer und haben gelernt, durch vorausschauendes und wenig risikobereites Fahren gefährliche Situationen zu vermeiden. Drängeln, Hupen und Aufgeregtheit anderer Verkehrsteilnehmer kann sie nicht erschüttern.

Die Fairness im Straßenverkehr gebietet Rücksichtnahme und Geduld. Sehfähigkeit, Gehör sowie Beweglichkeit lassen mit zunehmendem Alter nach. Bei manchen Menschen früher, bei anderen später. So zeigen Untersuchungen selbst Hochbetagter, dass sie noch fit genug sind für die Teilnahme am Straßenverkehr. Der medizinische Fortschritt lässt viele Menschen gesünder älter werden. Wenn aber gefährliche Augenkrankheiten wie Makuladegeneration ("Gelber Fleck"), Grauem oder Grünem Star diagnostiziert wurden, sollte ein Arzt die Fahrtüchtigkeit einschätzen.Mit den Ohren ist es ähnlich. Das räumliche Hören, also von welcher Richtung ein Geräusch kommt, nimmt ab. Hinzu kommt einsetzende Schwerhörigkeit. Mit einem Hörgerät lässt sich diese zum Teil ausgleichen. Das Gehör sollte daher regelmäßig untersucht werden und gegebenenfalls Kosten und Mühen um sich an ein Hörgerät zu gewöhnen nicht gescheut werden. Besonders heikel ist das Thema Medikamenteneinnahme und Autofahren. Viele Arzneimittel haben Nebenwirkungen, die die Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Bei der Verordnung sollte der Arzt über mögliche Alternativen informieren. Wenn man merkt, dass Sie Wirkstoffe beeinträchtigen, muss das Auto stehen bleiben. 

Medizinische Hilfen haben ihre Grenzen und daher sollte zusammen mit Angehörigen und Freunden besprochen werden, wann das Autofahren aufgegeben werden muss. Zur Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer möchte schließlich niemand werden.

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