Volleyballturnier:

Aufschlagstarke Gastgeber

Die Nachwuchsvolleyballer aus Angermünde überzeugen beim traditionellen Junior-Cup. Gegen starke nationale Konkurrenz gelangen mehrere Spitzenränge.

Die Angermünder Jungen zeigten beim Juniorcup zahlreiche starke Aktionen am Netz.
Carola Voigt Die Angermünder Jungen zeigten beim Juniorcup zahlreiche starke Aktionen am Netz.

Eine tolle Bilanz des Gastgebers – beim Juniorcup der Sparkasse Uckermark belegten die Volleyballer des gastgebenden VC Angermünde zweite Plätze mit den Teams U18 und U14 männlich sowie die  U14 weiblich des VZ Uckermark einen zweiten, zwei dritte und einen vierten Platz.

Gerade bei der U18 kann man von einem Starterfeld berichten, dass es so auf einem Jugendturnier dieser Altersklasse wohl selten gibt. Mit dem VC Dresden (amtierender deutscher Vizemeister), Berliner TSC (sechster der letzten deutschen Meisterschaft), dem VC Angermünde ( neunter der letzten DM) und den Netzhoppers Königs Wusterhausen waren es zwar nur vier Teams, diese aber der absoluten Extraklasse. In der U18 sind es Jungen der Jahrgänge 1998 und jünger von denen schon alle bei den Erwachsenen spielen. Allein drei Akteure des VC Dresden spielten am Samstag noch Regionalliga Männer und einer der Jungen ist bereits im erweiterten Kader und trainiert mit der ersten Bundesliga-Mannschaft des VC Dresden mit. Die meisten von ihnen sind Sportschüler mit einem Trainingsumfang von 9 Einheiten in der Woche und befinden sich auf dem Sprung zur Jugendnationalmannschaft. In diesem Turnier der Besten belegte der VC Angermünde in der Gesamtwertung am Samstag einen zweiten und am Sonntag einen dritten Platz. Die beiden mit Abstand besten Spiele lieferten die Angermünder am Samstag im Finale gegen den Berliner TSC ab. Dort qualifizierten sich beide Teams über die Stationen KW und zweites Team des VCA und boten den Zuschauern Volleyball, wie man ihn sich wünscht. Lange spannende Ballwechsel, spektakuläre Abwehraktionen gepaart mit harten Aufschlägen und Angriffsschlägen.  Im ersten Satz hatte der VC Angermünde noch zu wenig Druck im Aufschlag und der TSC spielte über ihrem Limit und setzte sich 25:17 durch, doch im Satz zwei ging es vom Spielstand deutlich heißer her. Ständig wechselnde Führungen und bis kurz vor Schluss noch die Führung des VCA, drehten die körperlich bestens bestückten Berliner mit 25:23 die Partie und sicherten sich den Turniersieg am Tag eins.

Parallel entschieden sich alle anwesenden Teams der U14, mit vollem Programm, also teilweise fünf Spielen an einem Tag zu spielen. Hier spielten wie so oft die polnischen Mannschaften die erste Geige. Der VZ Uckermark weiblich war mit seinem Team dem polnischen Sieger Olympic Walsz da noch am engsten auf den Fersen. Sie verloren in den beiden Begegnungen jeweils sehr knapp im Tiebreak gegen eine sehr spielstarke Walszer Mannschaft und sicherten sich am Ende den verdienten dritten Platz hinter dem zweiten Volley Team Berlin. Hierbei handelte es sich um eine kleine Landesauswahl Berlin die schon körperlich die späteren Größen erkennen ließen. Im Spiel um Platz drei schlugen die körperlich noch kleinen Mädchen des VZ Uckermark die Jungen des VC Angermünde für die dieses Turnier eine hervorragende Standortbestimmung war. Wenn man das Jahr zuvor vergleicht, als das Finale der U14 Berliner TSC und VC Bitterfeld hieß (die Berliner wurden später Deutscher Meister, genau wie der VC Bitterfeld bei den Mädchen) war das Niveau nicht mit dem der letzten Jahren vergleichbar, weil das Starterfeld durch die U18 männlich schon deutlich dezimiert werden musste.

Am zweiten Tag der U18 siegte dann der Berliner TSC in einem packenden Finale gegen den VC Dresden der zuvor nur knapp dem VC Angermünde unterlag. In dieser Begegnung der beiden DM Finalteilnehmer des Jahres 2011 in der Mehrzweckhalle Angermünde sah es lange nach einer späten Revanche aus (25:22 und 25:23) aus.

Wie dicht man nach vielen Jahren „nur Heimtraining“ an der deutschen Spitze immer noch dran sein kann, verdeutlicht dieses tolle Ergebnis der Sportschüler.

Im Spiel um Platz drei setzten sich die Jungen dann schon etwas platt vom sechsten Spiel in so kurzer Zeit gegen KW durch und sicherten sich in einem bestens unterstützten Turnier durch die Gasversorgung Angermünde und dem MBJS den verdienten dritten Platz.

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