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Möllner Orgel hat Stimme wieder

Mölln.„10.28 Uhr die ersten Töne“, sagt Gerd Möller. Der Mann vom Gemeindekirchenrat der Kirchengemeinde Mölln guckt auf die Uhr, als Orgelbaumeister ...

Michael Helterhoff weiß genau, wo welche Holzpfeife ihren Platz hat. [KT_CREDIT] FOTOS (2): A. Brauns

Mölln.„10.28 Uhr die ersten Töne“, sagt Gerd Möller. Der Mann vom Gemeindekirchenrat der Kirchengemeinde Mölln guckt auf die Uhr, als Orgelbaumeister Andreas Arnold nach dem Einbau der reparierten Möllner Orgelpfeifen die ersten Tasten drückt. „Wieder eine mehr“, freut sich Möller über jede Orgel, die ihre Stimme wiederfindet. Durch Stillstand und Feuchtigkeit seien die Pfeifen stärker geschädigt gewesen als gedacht, so Andreas Arnold. „Man konnte keine Schraube vernünftig lösen, die Kästen mit den Ventilen waren nicht mehr zu öffnen“, erzählt er. Teilweise habe man die Schraubenreste herausbohren müssen. Die Lederbälgchen sind alle erneuert worden. Nach Jahrzehnten der Stille hörte man dann dieser Tage die ersten Orgelklänge aus der Dorfkirche – es ist jetzt die einzige spielbare Orgel im Bereich Mölln (der Nordkurier berichtete).
Heute wollen die Fachleute ihren Arbeiten abschließen. Am Sonntag, 12. Mai, wird das Instrument um
10 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst und anschließendem kleinen Imbiss wieder eingeweiht. Gerd Möller lobt besonders die große Spendenbereitschaft der Leute. „Das ist das Wichtigste, wie in Klein Helle bei der Kirche“, vergleicht er. Tatsächlich sind von den rund 11 000 Euro Kosten mehr als 3500 Euro durch Gemeindeglieder gespendet worden. Dazu kommt Geld vom Kirchenkreis, der Sparkassenstiftung und der Gemeinde Mölln.ab