Trends auf dem Kfz-Markt:

Adé Zündschlüssel: Viele gewohnte Details im Auto verschwinden

Das Zündschloss ist oft nur noch ein Knopf, einen Kassettenspieler sucht man vergebens und das Ersatzrad? Bei Neuwagen meist nicht mehr vorhanden. Das Innenleben unserer Autos ändert sich mit wachsendem Tempo – und damit stirbt so manches Detail aus oder wird seltener.

Ein Schwenk mit dem Fuß genügt und die Kofferraumklappe dieses Ford Kuga schwenkt nach oben. Eine solche Funktion bieten auch andere Hersteller bereits an. Foto: Ford
Ford Ein Schwenk mit dem Fuß genügt und die Kofferraumklappe dieses Ford Kuga schwenkt nach oben. Eine solche Funktion bieten auch andere Hersteller bereits an. Foto: Ford

Darin sind sich Entwickler, Analysten und Politiker einmal einig: Bis der Autopilot fürs Auto kommt, wird es wohl noch ein paar Fahrzeuggenerationen dauern. Bis dahin wird es immer ein Lenkrad geben. Doch für andere Teile im Auto gibt es keine Bestandsgarantie mehr. Zehn Dinge, die im Auto ihren Abschied feiern.

Der Tacho: Für die Geschwindigkeitsanzeige kommen schon heute manchmal keine echten Zeiger mehr zum Einsatz. Zunehmend setzen die Autohersteller auf frei konfigurierbare Flachbildschirme, auf denen sie die Instrumente simulieren. Oberklassemodelle wie der BMW 7er oder die S-Klasse von Mercedes sind nur zwei Beispiele.

Der CD-Player: Der Kassettenspieler ist schon ausgemustert, und dem CD-Player wird es auch bald an den Kragen gehen. Zumindest die Veranstalter der US-Elektronikmesse CES gehen davon aus, dass die USB- oder Bluetooth-Verbindung zum Mobiltelefon oder MP3-Player die wichtigere Musikquelle wird.

Der Zündschlüssel: Mittlerweile verfügen selbst Kleinwagen über einen Starterknopf und erkennen den Fahrer am Chip im Schlüsselgehäuse, das dabei in der Hosentasche stecken bleiben kann. Je nach Ausstattung funktioniert das nicht nur am Zünd-, sondern auch schon am Türschloss. Renault etwa hat den Schlüssel durch eine Chipkarte ersetzt.

Die Xenon-Leuchte: Noch nicht einmal 20 Jahre auf dem Markt ist die Xenon-Leuchte vom Aussterben bedroht. Das zumindest glaubt Stephan Berlitz, Lichtentwickler bei Audi. Er sieht die Zukunft in LED-Scheinwerfern. „Sie haben das hellere Licht, lassen sich vielfältiger steuern, brauchen weniger Energie und halten länger.“

Das Ersatzrad: Das Ersatzrad ist schon seit Jahren auf dem Rückzug und wird zunehmend durch Reifenreparatursysteme abgelöst. Sie setzen auf eine Dichtmasse, die in den defekten Pneu gefüllt wird und das Loch so verschließt. Anschließend wird mit einem beigepackten Kompressor aufgepumpt.

Das Navigationssystem: Der Autoatlas ist aus der Mode, und bald wandert womöglich auch das Navigationssystem aufs Altenteil – zumindest das fest eingebaute. Weil sich immer mehr Kunden auf die Ortskenntnis ihres Mobiltelefons verlassen und sich das Straßennetz ohnehin ständig ändert, werden sogenannte Offboard-Lösungen immer populärer. Dann stecken Know-How und Rechenleistung nicht mehr im Fahrzeug, die Route wird stattdessen auf einem Server ermittelt und auf die portable Einheit übertragen.

Die Fensterkurbel: Mittlerweile sind nicht nur die Ausstellfenster ausgestorben, die man noch vom VW Käfer oder Renault R4 kennt. Kaum ein Neuwagen kann noch mit Fensterkurbel bestellt werden. Selbst Kleinwagen werden neuerdings serienmäßig mit elektrischen Fensterhebern ausgerüstet.

Der Kofferraumgriff: Warum noch nach einem Griff packen, wenn ein Schwenk mit dem Fuß genügt? Bei Fahrzeugen wie dem BMW 5er, dem Audi A6, dem VW Passat oder dem Ford Kuga kann man so den Kofferraum öffnen – ohne den Schlüssel zu zücken. Wenn sich das System durchsetzt, wird der konventionelle Kofferraumgriff überflüssig.

Die Gangschaltung: Sollten Elektroautos tatsächlich irgendwann groß herauskommen, werden herkömmliche Getriebe immer seltener. Denn Batterieautos haben in der Regel nur noch einen Vorwärts- und einen Rückwärtsgang. Wohin das beim Innenraumdesign führen kann, sieht man am neuen BMW i3: Zwischen den Sitzen gibt es hier gar keinen Schaltknauf mehr.

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