Demolierter Asphalt:

Mehr Hitzeschäden auf Autobahnen

Der Sommer ist noch gar nicht rum und doch haben sich bereits ungewöhnlich viele Spurrillen und Blasen in den Asphalt gebrannt.

Typischer Hitzeschaden: Durch die hohen Temperaturen hat sich der Fahrbahnbelag angehoben.
Rene Priebe Typischer Hitzeschaden: Durch die hohen Temperaturen hat sich der Fahrbahnbelag angehoben.

Auf Deutschlands Autobahnen ist es in diesem Sommer nach Informationen unserer Berliner Redaktion bereits in 19 Fällen zu Hitzeschäden gekommen. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. 2013 hatten die Bundesländer demnach noch
30 Fälle von Hitzeschäden auf Betonfahrbahnen gemeldet, im vergangenen Jahr waren es
18 Fälle.

Brandenburg meldete bislang zwei Fälle, Berlin drei. In Mecklenburg-Vorpommern bildeten sich auf der A20 zwischen Schönberg und der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein erneut Asphaltblasen, auf der A24 hob sich an der Anschlussstelle Parchim die Fahrbahn um sechs Zentimeter. Sachsen-Anhalt meldete einen Hitzeschaden – auf der A9 Richtung Berlin. Zur Schadenshöhe liegen der Bundesregierung bislang keine Meldungen der Länder vor. „Wir gehen konsequent gegen Hitzeschäden auf unseren Autobahnen vor“, erklärte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). „Um den verkehrssicheren Zustand zu gewährleisten, werden Hitzeschäden, soweit erforderlich, unverzüglich beseitigt“, heißt es in der Antwort des Bundesverkehrsministeriums. Zu Hitzeschäden an Asphaltfahrbahndecken, die sich unter anderem in Form von Spurrillen zeigen, hat die Bundesregierung keine Informationen aus den Ländern vorliegen. „Durch verstärkte Kontrollfahrten in Hitzeperioden sollen Hitzeschäden schnell erkannt werden“, so das Verkehrsministerium. „Die hitzebedingten Straßenschäden bestätigen grundsätzlich den hohen grundhaften Erneuerungsbedarf an den betroffenen Bundesfernstraßen.“

Dieser Bedarf sei in den Mittelzuweisungen an die Länder auch berücksichtigt. Im laufenden Jahr stehen nach Ministeriumsangaben rund zwei Milliarden Euro und im kommenden Jahr etwa 2,2 Milliarden Euro für Investitionen in den Autobahn-Erhalt zur Verfügung.