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Schick über Stock und Stein

Jeep hat den Grad Cherokee tüchtig aufgefrischt: Wichtigste Änderung am Flaggschiff der amerikanischen Fiat-Tochter ist eine Achtstufen–Automatik.

Auch das ist kein Problem für den Luxus-SUV Grand Cherokee, der Abstecher in unwegsames Gelände. Foto: Hersteller
Hersteller Auch das ist kein Problem für den Luxus-SUV Grand Cherokee, der Abstecher in unwegsames Gelände. Foto: Hersteller

Was für ein Lebenslauf. Mit dem Willys, dem legendären viersitzigen US-Geländegänger, begann es. Das war vor rund 70 Jahren. Der Urahn der sogenannten Jeeps lieferte die Gene für viele Generationen. Auch für das erste Premium-Fahrzeug. 1992 fuhren es die Amerikaner unter dem Namen Jeep Grand Cherokee auf den Markt. Der Offroader war auch einer der ersten amerikanischen SUV, die in Deutschland angeboten wurden. Weltweit verkaufte sich der Geländegänger mehr als 4,8 Millionen Mal.

Nun hat die amerikanische Fiat-Tochter Jeep die vierte Generation des 4,80 Meter langen Grand Cherokee gründlich aufgefrischt. Schließlich will sich der Amerikaner an europäischen Konkurrenten wie Audi Q5, BMW X5 oder Range Rover messen lassen. An der schon fast legendären Optik wurde nur wenig gewerkelt. Am auffälligsten ist daher die Frontpartie mit dem neuen Siebenkammer-Kühlergrill, einem modifizierten Stoßfänger sowie schmaleren Bi-Xenon-Scheinwerfern und dem markanten Tagfahr-LED. Das Heck schmückt ein neuer Dachspoiler. Im Innenraum, wo die Renovierung deutlicher ausgefallen ist, geht es sportlich-nobel zu. Hochwertige Materialien sind sauber verarbeitet und lassen eine gediegene Atmosphäre entstehen. Zudem bietet der Amerikaner auf den bequemen Sitzen viel Platz, so dass sich der Grand Cherokee auch als Reisewagen empfiehlt. Immerhin hat der Kofferraum mit 782 bis 1554 Liter ein ordentliches Fassungsvermögen.

Das Cockpit wurde ebenfalls einer Behandlung unterzogen. Es wirkt jetzt aufgeräumter. Herzstück ist ein neu entwickeltes Infotainment- und Navigationssystem, welches über einen 8,4-Zoll-Touchscreen-Monitor gesteuert wird. Rund 100 verschiedene Konfigurationen sind hier hinterlegt. Da heißt es manchmal suchen, denn selbst so einfache Dinge wie Klima oder Einstellung der Sitzbelüftung gehen nur über den Bildschirm.

 Die wichtigste Änderung fand jedoch unter der Haube statt. Musste sich der Grand Cherokee bislang mit einer Fünfstufen-Automatik begnügen, wird die Kraft künftig in allen Modellen über ein Achtstufen-Automatik-Getriebe übertragen. Eine erste Ausfahrt macht die Vorzüge deutlich. Die Gangwechsel erfolgen zügig, fast unmerklich gleiten die Gänge durchs Getriebe. Doch höherer Komfort ist nur die eine Seite. Niedrige Verbrauchswerte die andere. Rund zehn Prozent soll die Ersparnis betragen. Beim Turbodiesel 3,0 V6 Multijet mit 190 PS etwa sank der Normverbrauch von 8,3 auf 7,5 Liter.

Wie sein Urahn, so ist auch die jüngste Generation für Abstecher jenseits befestigter Pisten bestens gerüstet. Als echter Geländegänger aber wird er fast mit jeder Situation fertig. Zwischen zwei Diesel und drei Benziner mit einer Leistungsspanne von 190 PS bis 468 PS kann sich der Kunde entscheiden. Der Einstiegsdiesel ist für 45 500 Euro zu haben, der Benziner kostet 1000 Euro mehr.