GPS, künstliche DNA und Lenkradschloss:

So schützen Sie Ihr Auto effektiv vor Diebstahl

Früher waren Drahtschlaufe und Schraubenzieher ihr Handwerkszeug, heute arbeiten Autodiebe mit Störsendern, fangen Codes ab oder hacken gleich das ganze Fahrzeug. Wie können Autofahrer Ihren Wagen noch schützen?

Wer sein Auto mit einem GPS-Sender ausrüstet, kann es im Falle eines Diebstahl über einen Computer verfolgen.
Kai Remmers Wer sein Auto mit einem GPS-Sender ausrüstet, kann es im Falle eines Diebstahl über einen Computer verfolgen.

An erster Stelle steht die elektronische Wegfahrsperre, die bei allen Neuwagen seit dem 1. Januar 1998 Pflicht ist. Sie bietet einen guten Basisschutz, der automatisch nach dem Abschalten der Zündung aktiviert wird. Das Fahrzeug kann nicht mehr gestartet werden, weil Kraftstoff- und Stromzufuhr unterbrochen sind.

Ältere Autos lassen sich nur mechanisch nachrüsten. Etwa mit Lenkradschloss oder Lenkradkralle. Bei diesen jedoch warnt der Auto Club Europa (ACE) vor zu hohen Erwartungen. Die simplen Schließzylinder würden maximal noch Amateure abschrecken. Eine massive Parkkralle an einem Rad könne eher einen gewissen Schutz bieten, sei jedoch im Alltag unhandlicher. Mit rund 40 Euro sind Lenkrad- und Parkkralle aber relativ günstig.

Deutlich teurer sind moderne GPS-Ortungssysteme, über die der Standort ermittelt werden kann. Das Hauptmodul kann 1000 Euro kosten, hinzu kommen meist monatliche Kosten von etwa 10 Euro für den Ortungsservice. Der TÜV Süd empfiehlt dies jedoch nur für sehr teure Wagen. Wird das geklaute Auto in seine Einzelteile zerlegt, nütze auch ein solches System nichts mehr.

Alarmanlagen sind preiswert

Zu den modernen Abwehrmethoden gehört auch künstliche DNA, bei der die Fahrzeug-Identnummer chemisch in die Seitenscheiben geätzt wird. Für Autodiebe sind so geschützte Autos sehr unattraktiv.

Zu den Klassikern der Auto-Überwachung zählt die Alarmanlage, die es im Kfz-Zubehörhandel in allen Preisklassen ab rund 40 Euro gibt.

Kostenlos sind persönliche Vorsichtsmaßnahmen, die jeder Autofahrer beachten sollte. So rät die Polizeiliche Kriminalprävention auf ihrer Serviceseite www.k-einbruch.de dazu, immer das Lenkradschloss einzurasten und auch bei kurzen Stopps an der Tankstelle den Schlüssel einzustecken und das Fahrzeug zu verriegeln. Zu sorglos wird oft auch mit dem Autoschlüssel umgegangen. Den sollten Fahrzeughalter niemals unbeaufsichtigt lassen.

Die Wahl des Abstellorts spielt für die Höhe des Versicherungsbeitrags eine Rolle. "In einer Garage oder im Carport steht der Wagen sicherer als auf der Straße. Darum wirkt sich dieser Umstand auch positiv auf die Versicherungsprämie in der Kasko-Versicherung aus", erklärt Karin Benning von der HUK Coburg.

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