Im Test: Range Rover:

Sportlicher Geländespezialist

Mit komplett neuem Design und neuer Technik fährt die britische Traditionsmarke Land Rover die zweite Generation des Range Rover Sport auf den Markt.

Der neue Range Rover Sport sieht nicht nur schick aus, sondern macht auch im schwierigsten Terrain eine gute Figur. Foto: Hersteller
Nick Dimbleby Der neue Range Rover Sport sieht nicht nur schick aus, sondern macht auch im schwierigsten Terrain eine gute Figur. Foto: Hersteller

 Zuviel Bescheidenheit ist wahrlich nicht ihre Sache – angesichts deutlich steigender Verkaufszahlen aber vielleicht erklärbar. Denn die Briten sparen nicht mit großen Worten. Mit dem „sportlichsten, dynamischsten und schnellsten Modell aller Zeiten“ sollen Konkurrenten wie BMW X5 oder Porsche Cayenne die Kunden abspenstig gemacht werden. Und so stellt sich die zweite Generation vom Range Rover Sport dann auch seit vergangenem Monat dem Publikum: eine Spur eleganter als der Vorgänger, tüchtig abgespeckt und trotzdem an Stärke zugelegt.

Das Outfit ist standesgemäß, die ins Blech geschnittenen Konturen wirken kraftvoll und muskulös. Zugleich zeigt sich der neue Range Rover auf 4,85 Meter gewachsen. Damit ist er zwar nur sechs Zentimeter länger als der Vorgänger, bietet aber dank verlängertem Radstand deutlich mehr Platz. Das reicht, um auf Wunsch für sportlich begabte Mitfahrer sogar noch eine elektrisch versenk- und aufstellbare dritte Sitzreihe im Kofferraum installieren zu lassen.

Die noble Umgebung mit edlen Materialien lässt fast vergessen, dass man in einem Geländegänger reinsten Wassers sitzt. Zudem haben moderne Assistenzsysteme Einzug gehalten, allerdings zumeist gegen Aufpreis. Was man nicht sieht: Durch die vollständig aus Aluminium gefertigte Karosserie hat die Neuauflage gut 420 kg abgespeckt und wiegt nun rund zwei Tonnen.

Ein Leichtgewicht ist der Range Rover Sport damit natürlich nicht. Um ihn trotzdem zu entsprechenden Leistungen zu motivieren, wurde besonders das Fahrwerk auf Sport getrimmt. Das Ergebnis ist ein exzellentes Verhalten auf der Straße und im Gelände. Mit üppiger Bodenfreiheit und drei unterschiedlichen Allrad-Programmen macht er selbst im schwierigsten Terrain eine blendende Figur. Zudem ermitteln erstmal Sensoren bei einer Flussfahrt die Wassertiefe und schlagen Alarm, bevor der Rover baden geht.

Für die Paradedisziplin, den sportlichen Antritt, hat sich der bärenstarke V8-Benziner qualifiziert. Mit seinen 510 PS und einem Drehmoment von 625 Newtonmeter schiebt er das Dickschiff aus dem Stand in beeindruckenden 5,3 Sekunden auf Tempo 100. Auf dem Papier soll sich der Motor für diese Arbeit 12,8 l/100 km genehmigen. Realistisch dürfte jedoch ein Verbrauch von gut 15 Liter sein – das zeigte jedenfalls nach einer ersten Ausfahrt der Bordcomputer an. Wer kostengünstiger unterwegs sein will, sollte sich für einen V6-Diesel mit 258 PS oder 292 PS entscheiden. Der Normverbrauch wird mit 7,3 bzw. 7,5 l/100 km angegeben. Eine Achtstufenautomatik und ein Start-Stopp-System haben alle Versionen an Bord. Ein V8-Diesel mit 339 PS ist noch für dieses Jahr geplant, ein Diesel-Hybrid soll im nächsten Jahr kommen.

Gänzlich unbescheiden geht es auch auf der Preisliste zu. Während die Briten für den kleinen Diesel ab 59 600 Euro verlangen, stellen sie für den V8-Benziner mindestens 88 300 Euro in Rechnung.

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