:

Triebe treiben Rehe ins Verderben

Wenn die Hormone verrückt spielen, setzt der Verstand oft aus. Das ist auch bei den Rehen so. Vor allem liebestolle Böcke sind wieder aktiver als sonst.

Gerade zur Paarungszeit ist Vorsicht geboten. Denn viele Tiere überqueren dann die Fahrbahn.
Julian Stratenschulte Gerade zur Paarungszeit ist Vorsicht geboten. Denn viele Tiere überqueren dann die Fahrbahn.

Die Paarungszeit der Rehe lässt derzeit die die Gefahr von Wildunfällen steigen. Während der sogenannten Blattzeit, die noch bis Mitte August andauere, sei jederzeit und überall damit zu rechnen, dass vor allem männliche Tiere überraschend auf die Fahrbahn springen, warnt die Geschäftsführerin des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Kati Ebel. Sie rät deshalb zu „erhöhter Aufmerksamkeit und langsameren Fahren“.

Nach Angaben des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums waren Rehe mit etwa 70 Prozent das am häufigsten an Unfällen beteiligte Schalenwild, wozu auch Dam- und Rotwild sowie Wildschweine gerechnet werden. Zudem dürfte es eine erhebliche Dunkelziffer geben, da Wildunfälle ohne Schaden am Fahrzeug häufig nicht gemeldet würden.

Falls es beim Zusammenstoß jedoch zu Schäden gekommen sein sollte, rät Andreas Hölzel vom ADAC unbedingt, die Polizei zu informieren, nachdem die Unfallstelle abgesichert wurde. Bei Unfällen mit sogenannten Haarwild, wie zum Beispiel Rehen, Wildscheinen, Dachsen oder Hasen kommt die Teilkasko-Versicherung des Autofahrers für den Schaden auf.