Blutet Warens Stadtverwaltung aus?:

10 Millionen Euro Personalkosten - der CDU reichts!

Fast drei Monate hatten die Fraktion in der Warener Stadtvertretung Zeit, das von Bürgermeister Norbert Möller (SPD) Anfang Juli vorgelegte Personalentwicklungskonzept zu beraten. Und siehe da: Die CDU will nachbessern - und macht sich jetzt für eine externe Prüfung stark.

Kommunalpolitischer Dauerbrenner: die hohen Personalkosten in der Stadtverwaltung Waren.
Andreas Becker Kommunalpolitischer Dauerbrenner: die hohen Personalkosten in der Stadtverwaltung Waren.

Es klingt wie die Quadratur des Kreises: Auf der einen Seite explodieren in Warens Stadtverwaltung die Personalkosten weiter und werden wohl kurzfristig die 10-Millionen-Euro-Schallmauer durchbrechen, auf der anderen Seite müssen auch alle Aufgaben erledigt werden - und dazu wird halt entsprechendes Personal benötigt.

Das von Bürgermeister Möller vorgelegte Personalentwicklungskonzept überzeugt die größte Fraktion in der Warener Stadtvertretung nicht vollständig - die CDU hat den Bürgermeister am Donnerstagabend beauftragt, hinsichtlich der künftigen Organisationsstruktur in der Verwaltung externe Hilfe zu holen. Und das möglichst kostenneutral.

Hintergrund: Das derzeitige Personalentwicklungskonzept ist intern in der Verwaltung erstellt worden - "und da ist es nicht auszuschließen und menschlich durchaus verständlich, wenn bei unangenehmen Entscheidungen schon einmal die Augen zugedrückt werden", vermutete Christian Holz, stellvertretender CDU-Fraktionschef. Zumal in den kommenden drei bis vier Jahren aufgrund des enorm hohen Altersdurchschnitts in der Warener Verwaltung rund 40 Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Es droht ein enormer personeller Aderlass. In dem Zusammenhang, so die CDU, könne es nicht schaden, einen kritischen Blick von Außen auf die Verwaltung zu werfen.

Bürgermeister Möller möchte sich gegen die externe Unterstützung nicht "grundsätzlich sperren" - spätestens mit Beginn der Etatberatungen für das Jahr 2017 wird sich die Debatte um die Personalkosten in Waren erneut entzünden.