100 000 Euro Diebesgut:

Serieneinbrecher von der Müritz steht vor Gericht

Im Frühjahr ereignete sich in der Müritzregion eine Reihe von schweren Wohnungseinbrüchen. Für die Taten hat die Staatsanwaltschaft einen 31-Jährigen angeklagt. Die Liste der Vorwürfe ist kurz gesagt äußerst lang.

Der Mann schlug immer die Scheibe ein.
Daniel Maurer Der Mann schlug immer die Scheibe ein.

Die Vorgehensweise des Serieneinbrechers war brachial. Den Zutritt in Gebäude und Wohnungen verschaffte er sich immer, indem er Fenster oder Terrassentüren einschlug. Und er machte reichlich Beute in der Müritz-Region. Der Gesamtwert des Diebesgutes aus mehreren Einbrüchen im Frühjahr lag bei rund 100 000 Euro. Vor dem Amtsgericht in Waren beginnt am Mittwoch der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter, einem 31 Jahre alten Mann aus Burg Stargard.

Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen mehrfachen Wohnungseinbruchsdiebstahls angeklagt. Er soll auch für drei Taten in Waren, Klink und Göhren-Lebbin verantwortlich sein. Dem Angeklagten wird unter anderem vorgeworfen, in Waren im Mai 2015 die Terrassentür eines Gebäudes eingeschlagen und einen Tresor mit Schmuck im Wert von 20 000 Euro entwendet zu haben. Als Fluchtfahrzeug verwendete er laut Staatsanwaltschaft einen vor dem Haus geparkten 30 000 Euro teuren Wagen.

Lange Liste, langer Prozess

Ein weiterer schwerer Einbruch wird dem Mann in Göhren-Lebbin angelastet. Im Juni wurden dort aus einem Wohnhaus ein Flachbildfernseher, ein elektrisch betriebener Golfwagen und Golfschläger gestohlen. Der Schaden belief sich auf 35 000 Euro. Vorgeworfen wird dem 31-Jährigen auch noch ein Einbruch in Klink, wo er einen Bootsmotor und ein Modellboot gestohlen haben soll.

Der Angeklagte sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Aufgrund der langen Liste an Vorwürfen ist für den Prozess ein ganzer Tag vorgesehen. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren.

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