Malchower müssen sich entscheiden:

12 000 Euro für einen Platz im Parkhaus?

Die Planung für das Parkhaus auf der Malchower Insel geht in die heiße Phase. Jetzt sind die Bewohner gefragt – sie sollen und müssen sich entscheiden.

Stefanie Marx und Bürgermeister Joachim Stein erklären den Bewohnern, wie das Parkhaus in etwa aussehen wird.
Vera Odilia Nick Stefanie Marx und Bürgermeister Joachim Stein erklären den Bewohnern, wie das Parkhaus in etwa aussehen wird.

Das zwei Etagen und 72 Stellplätze umfassende geplante Parkhaus umfasst ein Investitionsvolumen von 850 000 Euro. „Wir versuchen, die großen Baumaßnahmen finanziell möglichst klein zu halten“, erläutert Andreas Voß vor rund 150 Besuchern einer Informationsveranstaltung in der Werleburg.

Für die Finanzierung gibt es nach Auskunft des Architekten drei verschiedene Möglichkeiten. „Modell A wäre, dass sich ein Investor findet, der die Anlage bewirtschaftet. Es könnte natürlich auch eine Genossenschaft gegründet werden. Das wäre Variante B. Dazu finden sich viele Leute mit gleichem Interesse zusammen und verwalten gemeinsam die Anlage. Es ist aber auch möglich, und so komme ich zu Modell C, dass einzelne Käufer für die verschiedenen Stellplätze gefunden werden.“ In Zahlen ausgedrückt: „Möchte jemand einen Parkplatz kaufen, belaufen sich die Kosten auf insgesamt 12 000 Euro. Der Besitzer verpflichtet sich mit dem Kauf zur Pflege und Instandsetzung des Objekts.“ Interessenten, die lieber einen Stellplatz mieten möchten, müssten 900 Euro im Jahr zahlen.

Für Albin Müller sind die Kosten bei einem Kauf zu hoch: „Für mich kommt das nicht in Frage. Wenn, dann miete ich“, sagt der Bewohner. Er steht mit seiner Meinung nicht alleine da, am Ende der Veranstaltung bekunden rund 30 Personen ihr Mietinteresse an einem Stellplatz. Ein Votum, das noch nicht ausreicht. „Wir müssen wissen, wie sich die Insulaner positionieren. Dafür brauchen wir von allen eine Stimme, denn erst dann kann es mit dem Projekt weitergehen“, macht Bürgermeister Joachim Stein (Bündnis 90/Die Grünen)klar. Schließlich müsse das Bauvorhaben in den nächsten drei Jahren realisiert werden.