Nordkurier übergibt Prämie an Schloener Feuerwehrleute:

250 Euro für die „Blaulicht-Kids“

Die kleine Feuerwehr aus Schloen hat im Nordkurier-Wettbewerb um die "Feuerwehr des Jahres" sensationell den dritten Platz errungen. Mit dem Geld soll jetzt etwas ganz Neues aufgebaut werden.

Trommeln vor Freude: Die Leute von der Freiwilligen Feuerwehr in Schloen freuen sich über die 250 Euro vom Nordkurier.
Thomas Beigang Trommeln vor Freude: Die Leute von der Freiwilligen Feuerwehr in Schloen freuen sich über die 250 Euro vom Nordkurier.

Bert Dreyer hat zum Wissenstest geladen. Jeder Mann und jede Frau, die sich Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Schloen nennen, sind aufgerufen, daran teilzunehmen. Nur ganz ernst gemeinte Absagen werden vom Ortswehrleiter akzeptiert. Schließlich soll jeder theoretisch beweisen, was in den Lehrgängen und Übungen des ganzen Jahres gelehrt wurde.

Aber vor der Prüfung gewährt der Wehrleiter noch eine kleine Galgenfrist. Eine durchaus angenehme – denn der Nordkurier ist zu Besuch und das bedeutet für die Retter und Löscher aus Schloen: Es gibt bares Geld. Die Feuerwehr-Truppe hat im Wettbewerb der Heimatzeitung um den Titel „Feuerwehr des Jahres“ einen hervorragenden dritten Platz belegt. Hinter Penzlin und Sponholz und weit vor Feuerwehren aus Waren, Röbel oder anderen Städten. „Vielleicht“ mutmaßt Bert Dreyer, „ist der Zusammenhalt zwischen Feuerwehr und Bevölkerung auf den Dörfern enger als in der Stadt.“ Und zu deren großer Überraschung landete sogar Unterstützer-Post aus dem fernen Luxemburg im elektronischen Briefkasten. Doch damit allein war es längst nicht getan. Denn sogar eine Spende an die Feuerwehr in Höhe von 100 Euro flatterte ins Haus. „Wir wissen gar nicht genau, wer das eigentlich ist“, rätselt der Schloener Dreyer, „es heißt, das wäre ein Bekannter eines Mannes aus dem Dorf“. Aber zwischen Weihnachten und Silvester werden die Feuerwehrleute klüger sein. Dann nämlich will der noch unbekannte Spender Schloen besuchen. Und was machen die Schloener mit den gewonnenen 250 Euro? „Die“, so Dreyer, „stecken wir in den Aufbau unserer Kinderfeuerwehr. Genug Anmeldungen haben wir.“ Und auch schon einen Namen: „Blaulicht-Kids“ soll der Nachwuchs heißen.

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